750 Jahre Trillfingen
: Das halbe Dorf macht ein ganz besonderes Foto

Im Vorfeld des Jubiläumsfestes 750 Jahre Trillfingen wurden die T-Shirts für rund 450 Festhelfer verteilt. Und ganz nebenbei sorgte eine spaßige Aktion für echtes Wir-Gefühl.
Von
Thomas Kost
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

750 Jahre ist Trillfingen alt – und ein ganzes Dorf freut sich auf das Jubiläumsfest zu diesem Ereignis.

Wolfram Eckard

Emsiges Gewusel herrschte vor der Mehrzweckhalle und in deren Foyer. Dort wurden an alle, die bei den drei Festtagen als Helfer mitwirken, die extra angefertigten Helfer-T-Shirts ausgeben. 450 Stück in anthrazit und in allen Größen (von S bis 5XL) waren angefertigt worden. Die stellvertretende Ortsvorsteherin Alexandra Graf hatte sie zum Sonderpreis von einem Hersteller organisiert und die EnBW sponserte die Aktion mit 1500 Euro.

Bereits vor zwei Wochen war Alexandra Graf ins fränkische Fürth gefahren, um dort den Shirts mit einem Automaten im Siebdruck das orangefarbene Logo „750 Jahre Trillfingen“ auf die Brust zu drucken.

Alle mal der Drohne entgegen winken.

Foto: Thomas Kost

Eine Woche später war dann Handarbeit angesagt. In einer Halle ihrer Firma Borchert & Moller in Stetten wurden mit Hilfe von ein paar Freiwilligen im so genannten Transfer-Druck die Logos des baden-württembergischen Energie-Riesen auf die Ärmel gedruckt. Eine nicht zu unterschätzende Arbeit, die einen ganzen Samstagvormittag in Anspruch nahm.

Rund 250 Personen bildeten auf dem Sportplatz die Jubiläumszahl

Jung und Alt trafen sich schließlich am Mittwochabend, um ihre fertigen Shirts abzuholen und an Ort und Stelle gleich anzuprobieren, ob sie auch passen. Aber nicht nur die Ausgabe der Helfer-Shirts stand an diesem Abend auf dem Plan, sondern noch eine andere Aktion.

Ortsvorsteher Horst Henle hatte nämlich die Idee, alle Helfer inklusive der Kindergarten- und Schulkinder (sie sind schon länger mit Jubiläumsshirts in sattem Neoorange ausgestattet) auf einem riesigen Gruppenfoto zu vereinen. Und zwar indem alle die Zahl 750 bilden.

Ein Drohnenpilot muss her

Damit das überhaupt zur Geltung kommt, braucht es natürlich eine Luftaufnahme. Und wer konnte da besser helfen als Wolfram Christoph Eckard? Er ist im Besitz einer sehr hochwertigen Kameradrohne und hat auch die Lizenz dafür, mit dieser zu fliegen und Luftaufnahmen zu machen.

Adrian Stehle, André Krause, Max Rauscher und Daniel Dürr (von links) freuen sich über die gelungen Helfer-Shirts.

Foto: Kost

Schon am Nachmittag wurde alles vorbereitet. Feine Schnüre wurden mit Bodennägeln auf dem Sportplatz als Orientierungslinien ausgerichtet damit die Zahl 750 nachher auch gut zu erkennen ist. Obwohl die Aktion unter denkbar schlechten Vorzeichen stand, ging alles gut.

Schon bei den ersten nachmittäglichen Testflügen hatte Eckhards Drohne mächtig mit immer wieder auftretenden Windböen zu kämpfen. Auch am Abend richteten sich bange Blicke Richtung Himmel. Der verdunkelte sich stetig und sandte Regentropfen zur Erde.

Drohnenpilot Wolfram Christoph Eckard

Foto: Kost

Doch irgendwie gelang es, ein zehn Minuten anhaltendes trockenes Zeitfenster zu erwischen und rund 250 Leute an die richtigen Stellen zu beordern. Die Drohne konnte zu ihren Luftaufnahmen starten und alle reckten die Köpfe in den Himmel und winkten ihr entgegen.

Fazit: eine tolle Aktion die allen Beteiligten großen Spaß machte. Jetzt kann das Dorffest starten. Die Wetterprognosen dafür sind übrigens gut, es soll trocken und angenehm warm werden.

ZAK News
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Zollernalbkreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.