„Vogelfrei“ kommt ins TV: Das erwartet die Zuschauer im neuen ZDF-Schwarzwaldkrimi

Maris Bächtle (Jessica Schwarz) und Konrad Diener (Max von Thun) verschlägt es diesmal an eine Mühle mit düsterer Vergangenheit.
ZDF und Frank DicksLange mussten die Fans des ZDF-Schwarzwaldkrimis auf die Ausstrahlung des neuen Zweiteilers warten. Nun ist es soweit: Maris Bächle (Jessica Schwarz) und Konrad Diener (Max von Thun), die Doppelspitze der Freudenstädter Kripo, ermitteln wieder.
Beide Folgen von „Vogelfrei“, so der Titel des jüngsten Schwarzwaldkrimis, werden am Montag, 6. Oktober, im ZDF ausgestrahlt. Teil eins mit dem Titel „Zwischenzeit“ um 20.15 Uhr, der zweite Teil „Das Luder“ direkt im Anschluss um 21.45 Uhr. In der ZDF Mediathek sind die Folgen bereits ab Samstag, 27 September, verfügbar.
Drehbuch-Autorin Anna Tebbe hatte bereits während der Dreharbeiten im April 2024 einen „schaurig schönen“ Fernsehkrimi versprochen. Und verraten, dass Armin Rohde eine der Hauptrollen übernehmen werde. Auch der Kreis Freudenstadt werde wieder eine Hauptrolle spielen, versicherte sie.
Ermittlerduo taucht erneut in die Vergangenheit ein
Neben Jessica Schwarz und Max von Thun, versteht sich. Die prominenten Schauspieler ermitteln auch in „Vogelfrei“ wieder als Maris Bächle und Konrad Diener für die Kripo Freudenstadt. Die sitzt diesmal übrigens im Rathaus, das Polizeirevier wird renoviert, informiert ein Schild die Zuschauer.
Einmal mehr setzt Tebbe auf die bewährte Mischung aus Schwarzwaldmystik und einem Handlungsstrang, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet. Heuer taucht das Ermittlerduo in die Geschichte der Jenischen, der Vogelfreien, ein.
An der alten Rabenmühle wird ein Toter gefunden. Es ist Jörg Schuch, der in seiner Hochzeitsnacht ans Mühlrad gefesselt einen grausamen Tod starb – just in der Nacht der Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit, zwischen zwei und drei Uhr nachts, wie Rechtsmediziner Stefan Zabel (Robert Schupp) herausfindet. Und damit in der Stunde, die es nicht gibt.

Armin Rhode in einer Szene der Folge „Zwischenzeit“
Foto: ZDF und Frank DicksBei ihren Ermittlungen tauchen Bächle und Diener immer tiefer in die ebenso düstere wie sagenumwobene Welt der Rabenmühle ein. Sie finden heraus: Ihr Mordopfer ist nicht der Einzige, der in der Hochzeitsnacht in der Mühle ein gewaltsames Ende fand.
Die Spuren führen zurück in die 1980er-Jahre, in jene Tage, als ein Gastwirt in der Rabenmühle erstochen wurde. Und zu einem geheimnisvollen Grab im Wald, in dem offenbar eine junge Frau bestattet wurde.
Was den beiden Kommissaren außerdem Kopfzerbrechen bereitet, ist das seltsame Verhalten ihres Vorgesetzten Henrik Butzbach (Moritz Führmann). Als dann auch noch Akten aus dem Polizeiarchiv verschwinden, wird den Ermittlern klar, dass Butzbach in den Fall verwickelt sein muss.
Regie führte auch bei diesem Schwarzwaldkrimi wieder Marcus O. Rosenmüller. Gedreht wurde unter anderem auf dem Kniebiser Heimatpfad, dem Freudenstädter Marktplatz, im Rathaus, der David-Fahrner-Halle und im Uhrenmuseum des Schmuckgeschäfts Krieg. Dort mussten für die Dreharbeiten eigens alle Uhren auf zwei Uhr gestellt werden.
Alle Uhren im Museum mussten auf zwei Uhr gestellt werden
Ein immenser Aufwand, wie Inhaber Michael Hör unserer Zeitung nach Abschluss des Drehs im vergangenen Jahr berichtete. Er habe gar nicht gewusst, wie viele Uhren er im Museum habe. Das änderte der Besuch des Filmteams. Etwa 250 habe er gezählt, berichtete Hör damals. Und warum die Uhren auf zwei Uhr gestellt werden mussten, kann man nach dem ersten Vorgeschmack auf die Handlung zumindest erahnen.
Gefilmt hat das Team jedoch nicht nur in und um Freudenstadt. Auch im Kreis Rottweil wurde gedreht, etwa in Schiltach oder im Gedächtnishaus Fohrenbühl.
Dieser Artikel erschien erstmals am 11. September und wurde aufgrund der Aktualität des Themas neu veröffentlicht.
