Klinikum Freudenstadt: Personalleiterin Doris Klumpp nimmt nach 46 Jahren Abschied

Dreh- und Angelpunkt am Klinikum: Doris Klumpp
KLF- Personalleiterin Doris Klumpp ging nach 46 Jahren am Klinikum Landkreis Freudenstadt in Ruhestand.
- Sie begann 1980 als Personalsachbearbeiterin, wurde 2002 Leiterin eines Teilbereichs und 2016 Gesamtpersonalleiterin.
- Klumpp sah sich als Bindeglied zwischen Bereichen – stets unter herausfordernden Bedingungen.
- Stationen: Wechsel zum Wirtschaftsbetrieb, Übernahme Horb, Rehaklinik, MVZ, Pandemie, Führungswechsel.
- Landrat und Geschäftsführerin würdigten ihre Leistungen, Nachfolgerin ist Irene Didascalou.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehr als vier Jahrzehnte lang war Personalleiterin Doris Klumpp ein zentraler Dreh- und Angelpunkt am Klinikum Landkreis Freudenstadt. Mit ihrem Eintritt in den Ruhestand endet eine beeindruckende Karriere, die für Doris Klumpp mehr als ein Beruf war. „Ich habe meine Aufgabe am Klinikum sehr geliebt“, sagt sie. Mit viel Anerkennung und Applaus wurde die Personalleiterin nun verabschiedet, wie das Klinikum in einer Mitteilung berichtet.
Wie viele Menschen sind in den 46 Jahren durch ihr Büro gegangen? Doris Klumpp lacht, wenn man ihr diese Frage stellt: „Tausende.“ Als frisch ausgelernte Industriekauffrau trat sie am 1. September 1980 die Stelle einer Personalsachbearbeiterin im damaligen Kreiskrankenhaus Freudenstadt an. Es war eine andere Welt. Das Krankenhaus war noch ein Verwaltungsbetrieb unter dem Dach des Landratsamts. Geführt wurde es von einem leitenden Beamten, Karrieren für Frauen waren noch nicht selbstverständlich.
Doch Doris Klumpp hatte ihre Berufung gefunden. Sie wurde erst Stellvertreterin und 2002 Personalleiterin eines Teilbereichs, der vom ärztlichen Dienst, dem medizinisch-technischen Bereich bis zur Verwaltung und Betriebstechnik reichte. Nebenbei absolvierte sie ein berufsbegleitendes Weiterbildungsstudium.
Was macht eine Personalleiterin?
2016 übernahm sie die komplette Verantwortung als Gesamtpersonalleiterin. Aus dem Verwaltungsbetrieb Kreiskrankenhaus war inzwischen die gemeinnützige Gesellschaft der Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt geworden und für Doris Klumpp war ein Berufswunsch in Erfüllung gegangen.
Aber was macht eigentlich eine Personalleiterin? „Ich habe mich immer als Bindeglied zwischen den verschiedenen Unternehmensbereichen gesehen“, erklärt Doris Klumpp. „Meine Aufgabe war es, unter den gegebenen Möglichkeiten das Bestmögliche für Arbeitnehmer und Arbeitgeber umzusetzen.“
Die Rahmenbedingungen dafür waren stets herausfordernd. Doris Klumpp hat nicht nur den Wechsel vom Verwaltungs- zum Wirtschaftsbetrieb mitgemacht, sondern auch die Übernahme des Hospitals zum Heiligen Geist in Horb mit anschließender Gründung der Rehaklinik. Dazu kamen die Gründung des Medizinischen Versorgungszentrums mit der Eingliederung verschiedener Praxen, die Corona-Pandemie sowie diverse Positionswechsel in den Chefetagen. Das politische Schlagwort „Notstand“ war zeitweise allgegenwärtig: Der erste Pflegenotstand war 1989 mit einer Wiederholung im Jahr 2022. Seit 2005 sind Ärzte bundesweit gesucht.
Die Rolle als Bindeglied wurde für Klumpp mehr als einmal zum Spagat. „Bei Defiziten sind die Personalkosten immer das am heftigsten diskutierte Thema“, erklärt die scheidende Personalleiterin.
Geschäftsführerin lobt: „Immenses geleistet“
In einer Abschiedsfeier wurden Doris Klumpps eindrucksvoller Lebenslauf und ihr Wirken von Landrat Andreas Junt und Geschäftsführerin Monique Bliesener in persönlichen Worten gewürdigt. „Sie haben unter herausfordernden Bedingungen immense Leistungen erbracht. Wir können unser exzellentes medizinisches Versorgungsniveau nur dank unserer Mitarbeitenden halten“, sagte Bliesener. Auch der Ärztliche Direktor Florian Bea fand herzliche Dankesworte und erinnerte mit kleinen Anekdoten an die gemeinsame Zeit: „Frau Klumpp und ich haben viel zusammen erlebt. Ich habe Sie stets als äußerst professionelle Sparringspartnerin geschätzt – Ihre direkte Art und Ihr guter Humor haben die Zusammenarbeit immer bereichert.“
Nachfolgerin ist Irene Didascalou
Viele Wegbegleiter kamen in den letzten Wochen in ihr Büro, um persönlich ihre Anerkennung und ihre guten Wünsche auszusprechen. Doris Klumpp war das persönliche Interesse und die menschliche Zuwendung zu den Mitarbeitenden immer sehr wichtig und sie denkt gerne an die vertrauensvolle und wertschätzende Zusammenarbeit mit der Geschäftsführerin, dem Direktorium, den Chefärzten und den Abteilungsleitungen zurück. Klumpp hat für ihre Aufgabe gelebt, war stets mit Ehrgeiz und Einsatz bei der Sache, wollte die Organisation fortwährend weiterentwickeln und hat ihre Fachkompetenz wirkungsvoll eingebracht.
Ihre Nachfolgerin Irene Didascalou hat den Dienst bereits angetreten und arbeitet sich ein. Auch das war Klumpp zum Abschied wichtig: „Ich möchte, dass es gut und nahtlos weitergeht. Und ich wünsche dem Klinikum mit allen Mitarbeitenden alles Gute.“
