Klinikum Freudenstadt: 45 Jahre Engagement für die Pflege – Pflegedirektorin verabschiedet sich

Pflegedirektorin Renate Merkl
Klinikum- Pflegedirektorin Renate Merkl geht in den Ruhestand – am Klinikum endet eine Ära.
- Ihr Weg begann 1981 als Auszubildende, später war sie 20 Jahre Krankenschwester.
- Seit 2012 leitete sie die Pflege beider Standorte und trieb große Veränderungen mit.
- Dazu zählen die Umwandlung in Horb, die Pandemie und der Klinikneubau.
- Merkl betont den Teamgeist und freut sich auf Zeit mit Familie und Enkeln.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es gibt wenige, die das Freudenstädter Klinikum und seine Geschichte besser kennen als Pflegedirektorin Renate Merkl. Als Auszubildende im Krankenhaus Freudenstadt hat ihr Weg 1981 begonnen, und sie bis ins Direktorium des Klinikums Landkreis Freudenstadt geführt. Davon berichtet das Klinikum in einer Pressemitteilung.
Mit ihrem Eintritt in den Ruhestand endet für das Klinikum eine Ära. „Nein, einfach ist der Abschied nicht“, gibt Pflegedirektorin Renate Merkl zu. „Gemeinsam mit den Mitarbeitenden haben wir viel bewegt und die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Berufsgruppen habe ich sehr geschätzt.“
Renate Merkl hat erlebt, wie sich das Gesundheitswesen im Laufe der Jahre stark verändert hat – technisch, organisatorisch und hinsichtlich der wachsenden Anforderungen an das Pflegepersonal. Ihr war es deshalb wichtig, in ihrer Arbeit stets die Menschen im Mittelpunkt zu halten – und diese schätzten es. „Das Klinikum war für mich nie nur ein Arbeitsplatz, sondern ein Teil meines Lebens“, sagt Merkl.
20 Jahre als Krankenschwester tätig
Ihre berufliche Laufbahn begann Renate Merkl 1981 als Auszubildende zur Krankenschwester im Krankenhaus Freudenstadt. Nach ihrer Ausbildung war sie 20 Jahre als Krankenschwester bei der Spitalstiftung tätig und sammelte Erfahrungen in der direkten Patientenversorgung. Parallel absolvierte sie ein berufsbegleitendes Weiterbildungsstudium. Gleichzeitig meisterte sie den Spagat zwischen Beruf und Familie und zog drei Kinder groß.
2007 trat Renate Merkl die Position der Pflegedienstleitung an und stellte sich damit neuen Führungsaufgaben. Im Zuge der Fusion der Standorte Horb und Freudenstadt übernahm sie 2009 die Bereiche Intensivstation, OP und Anästhesie am Klinikum Freudenstadt sowie die Stellvertretung der Pflegedirektorin. Gleichzeitig blieb sie weiterhin für den Standort Horb verantwortlich.
2012 übernahm Merkl die Gesamtverantwortung beider Standorte als Pflegedirektorin. In ihrer Amtszeit galt es, zahlreiche tiefgreifende Veränderungen zu bewältigen. Dazu gehörten die Schließung der Akutklinik in Horb und deren Umwandlung in eine geriatrische Rehabilitation mit ambulanten Operationen, die Corona-Pandemie, die Mitgestaltung und Umsetzung des Klinikneubaus sowie der anhaltende Wettbewerb um qualifizierte Pflegefachkräfte.
Merkl hatte laut Mitteilung stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Mitarbeiter, förderte die fachliche und persönliche Entwicklung ihrer Teams und verstand es, Menschen zusammenzubringen.
Mischung aus Abschiedsschmerz und Vorfreude
Für die scheidende Pflegedirektorin ist der Eintritt in den Ruhestand mit einer Mischung aus Abschiedsschmerz und Vorfreude verbunden. „Ich werde dem Klinikum emotional verbunden bleiben und mit vielen schönen Erinnerungen auf diese Zeit zurückblicken“, sagt Renate Merkl. „Vor allem die Menschen, mit denen ich über so viele Jahre vertrauensvoll zusammenarbeiten durfte, werden mir in besonderer Erinnerung bleiben.“
Auch bei der Abschiedsfeier am Klinikum im Beisein von Landrat Andreas Junt gab es viele anerkennende Worte. „Renate Merkl hat als Pflegedirektorin die Entwicklung der Pflege am Klinikum nachhaltig, empathisch und konstant geprägt“, erklärte Monique Bliesener, Geschäftsführerin des Klinikums Landkreis Freudenstadt. Der ärztliche Direktor Florian Bea schloss sich mit anerkennenden Worten an: „Renate Merkl hatte einen starken Rückhalt im Kreise der Mitarbeiter.“
Renate Merkl selbst freut sich nach der Verabschiedung auf die Zeit mit ihrer Familie und ihren Enkelkindern. Jetzt ist Raum für die Dinge, die im Berufsalltag oft zu kurz gekommen sind.
