Homag Group: Besseres Ergebnis, keine Markterholung – die Halbjahresbilanz

Das Homag-Firmengebäude in Schopfloch
Homag GroupDie Homag Group mit Sitz in Schopfloch hat ihr Ergebnis im ersten Halbjahr 2025 spürbar verbessert. Ausschlaggebend dafür waren Kostensenkungen und ein leicht wachsendes Service-Geschäft, wie der zum Dürr-Konzern gehörende Spezialist für Maschinen zur Holzbearbeitung in einer Pressemitteilung berichtet. Auftragseingang und Umsatz lagen demnach leicht unter Vorjahresniveau. Die erwartete Markterholung im Geschäft mit der Möbelbranche ist noch nicht eingetreten.
Schwieriges Marktumfeld
„Wir bewegen uns im Möbelsektor unverändert in einem schwierigen Marktumfeld, in dem die Zollkonflikte zu einer zusätzlichen Verunsicherung der Kunden führen. Diese haben ihre Investitionen zuletzt tendenziell verschoben“, wird Vorstandsvorsitzender Daniel Schmitt zitiert. Dementsprechend hat sich der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten leicht auf 671 Millionen Euro (Vorjahr: 699 Millionen Euro) verringert.
Dem schwächeren Möbelsektor steht eine positive Entwicklung des Geschäfts mit Produktionsanlagen für den Holzhausbau gegenüber. Hier setzte sich der Aufwärtstrend des Vorjahres fort. Der Auftragsbestand hat sich zum 30. Juni auf 724 Millionen Euro (Vorjahr: 833 Millionen Euro) reduziert. Der Umsatz verringerte sich im ersten Halbjahr 2025 auf 674 Millionen Euro (Vorjahr: 706 Millionen Euro). Das EBIT vor Sondereffekten ist um 36 Prozent auf 29,2 Millionen Euro (Vorjahr: 21,5 Millionen Euro) gestiegen. Hier wirkte sich neben der Kostensenkung durch den im Vorjahr abgeschlossenen Personalabbau auch das stabile Service-Geschäft positiv aus. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich zum 30. Juni 2025 auf 6621 (Vorjahr: 6978 Mitarbeiter) reduziert.
Auf der weltweit größten Branchenmesse „LIGNA“, die Ende Mai in Hannover stattfand, erhielt Homag laut Mitteilung viel positive Resonanz der Kunden. „Unsere Produktinnovationen sind sehr gut angekommen“, wird Schmitt zitiert. „Deshalb sind wir optimistisch, dass wir wieder profitabel wachsen werden, sobald der Markt sich erholt. Wann dies sein wird, ist allerdings sehr schwer vorherzusagen.
Zahlen und Fakten zum Dürr-Konzern
Die Dürr Technologies GmbH
hat im März weitere 2,5 Millionen Aktien erworben und hält nun 83,8 Prozent der Homag-Aktien. 14,1 Prozent sind im Besitz der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann, der Streubesitz beträgt 2,1 Prozent.
Der Gesamtkonzern
verzeichnete im ersten Halbjahr einen Auftragseingang mit einem Volumen von 2066,4 Millionen Euro. Der Umsatz belief sich auf 2008,3 Millionen, vier Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Nach Steuern hat der Gesamtkonzern im ersten Halbjahr ein Minus von 78,9 Millionen Euro eingefahren. Als einen der Hauptgründe für den Auftragsrückgang führt Dürr Zurückhaltung aufgrund der globalen Zollkonflikte an.