Großer Festumzug zur 300-Jahr-Feier
: In Kälberbronn herrscht Volksfest-Atmosphäre

Höhepunkt der 300-Jahr-Feier in Kälberbronn war der beeindruckende Festumzug durch den Ort. Tausende Besucher verfolgten das rund eineinhalbstündige Spektakel.
Von
Sabine Stadler
Oberndorf
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Der Kälberbronner Brunnenwagen mit Ortsvorsteher Andreas Ziefle als Kutscher, gefolgt vom Wagen des Hotels Schwanen

Stadler

Bei herrlichem Spätsommerwetter zogen rund 900 Teilnehmer auf festlich geschmückten Motivwägen, Zweirädern und zu Fuß in historischen Gewändern durch die Zinsbachstraße und die Große Tannenstraße. An den Straßenrändern verfolgten mehrere tausend Besucher begeistert das rund eineinhalbstündige Spektakel. Laut Ortsvorsteher Andreas Ziefle wurden weit mehr Gäste gezählt als beim letzten Umzug in Kälberbronn.

Im festlich geschmückten Ort mit Dekorationen an den Häusern und entlang der Straßen war bereits am Vormittag reger Betrieb. Zum ökumenischen Festgottesdienst mit einer berührenden Predigt von Mundartpfarrer Manfred Mergel war die Maschinenhalle auf dem Gelände von Schwanenwirts Bauernhof sehr gut besucht. Auch im Außenbereich verfolgten viele den Gottesdienst und verweilten beim anschließenden Mittagessen auf dem Festgelände.

Der Andrang an sämtlichen Essensausgaben war riesig und es dauerte auch mal etwas länger, bis das Wunschgericht auf dem Teller lag. Inzwischen war auch das Kuchenbuffet vor der Gaststätte Kuhstall eröffnet und lockte die ersten Gäste an.

Schwarzwälder Füchse ziehen Kutsche mit Ehrengästen

Pünktlich um 14 Uhr setzte sich dann am Ortseingang in der Zinsbachstraße der riesige Festumzug unter der Moderation von Achim Homeier in Bewegung. Gezogen von zwei Schwarzwälder Füchsen, führte die Kutsche mit den Ehrengästen den Zug an. Aus der von Familie Wanke aus Baiersbronn gefahrenen Pferdekutsche winkten CDU-Landtagsabgeordnete Katrin Schindele, Bürgermeister Dieter Bischoff mit Frau sowie die Bürgermeister aus Wörnersberg, Reinhold Möhrle, und aus Grömbach, Daniel Wolber, der Menschenmenge im Vorbeifahren zu.

Dann folgten der von Pferden gezogene Kälberbronner Brunnenwagen mit Ortsvorsteher Andreas Ziefle als Kutscher und Wägen vom Schwanenwirt und vom Kuhstall. Sämtliche Ortsteile von Pfalzgrafenweiler beteiligten sich am Festumzug. Mit Beiträgen vertreten waren die Dorfgemeinschaften, die Ortschaftsräte, die Feuerwehren und Unternehmen sowie zahlreiche Teilnehmer aus den umliegenden Ortschaften wie Grömbach, Garrweiler, Dornstetten, Egenhausen und mehr.

Kindergartenkinder als Kälbchen

Die Kinder und Betreuerinnen vom Kindergarten Krümelkiste mischten sich in ihren Kuh-Kostümen dazwischen. Auch die Motorradfreunde Kälberbronn präsentierten ihre heißen Gefährte. Der Festumzug wurde live in die Maschinenhalle übertragen und konnte dort mitverfolgt werden. Die fantasievollen Wägen der Umzugsteilnehmer bestachen durch ihre kreativen Gestaltungen, mit denen ein Bogen von der historischen Vergangenheit Kälberbronns bis heute geschlagen wurde.

Musikalisch wirkten der Musikverein Pfalzgrafenweiler, der Posaunenchor Bösingen/Beihingen, der Heimat- und Museumsverein Dornstetten mit Akkordeon und Gesang, die Trachtenkapelle Spielberg und Bauwägen auch aus der Umgebung mit.

Ortsvorsteher Ziefle zieht positives Fazit

Die Umzugsteilnehmer warfen den Kindern Süßigkeiten zu und reichten Schnäpschen, Wurst, Radieschen, Pizza und weitere Köstlichkeiten. Und für erfrischendes Nass sorgten die Feuerwehren; sie spritzten von ihren historischen Fahrzeugen aus Wasser Richtung Publikum.

Der kleine Ort Kälberbronn mit seinen rund 250 Einwohnern glich am Sonntag einem großen Volksfest. Ortsvorsteher Andreas Ziefle zog bereits ein positives Fazit: „Wir sind sehr zufrieden. Es war viel los am Festwochenende, alles lief sehr gut. Es gab keine Schäden und die Veranstaltungen waren friedlich.“

So gewappnet, gingen die Helfer am Montag ans Aufräumen und stießen bei der Helferparty auf den großen Erfolg der gelungenen 300-Jahr-Feier an.

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