Auftakt des Festwochenendes: Kälberbronn feiert 300. Geburtstag

Die Band „d’Schwobebrasser“ aus Alpirsbach heizte dem Publikum in Kälberbronn ordentlich ein.
Franziska BührerNach monatelangen Vorbereitungsarbeiten erstrahlte Kälberbronn gut vorbereitet für den Höhepunkt der 300-Jahr-Feier. Das Gelände bei Schwanenwirts Bauernhof hatte sich durch das Engagement der Dorfgemeinschaft in ein liebevoll dekoriertes Festgelände verwandelt. Nicht nur die Maschinenhalle in unmittelbarer Nachbarschaft zum offenen Kuhstall war für das glanzvolle Geburtstagswochenende umgestaltet, auch die Außenbereiche luden zum Verweilen, Genießen und Feiern ein.
„Wir können stolz darauf sein, was wir in Kälberbronn mit unserer schönen Dorfgemeinschaft erreicht haben“, sagte Ortsvorsteher Andreas Ziefle zu Beginn des Festakts am Samstag. Den Auftakt des Festwochenendes moderierte Ortschaftsrat Achim Homeier.
Schwäbische Weihnacht steht am 30. November an
Ziefle, der sich selbst als „ein bisschen aufgeregt“ bezeichnete, schlug in seinen Eröffnungsworten einen Bogen von den Anfängen des Ortes Kälberbronn und den Berufen in früheren Zeiten zur heutigen Zeit. Er blickte auf die Veranstaltungen im Festjahr, angefangen vom Handwerkermarkt mit Einweihung der Entdeckerrunde im Mai, der Lesung „Das kalte Herz“ im Juli und der noch anstehenden Schwäbischen Weihnacht am 30. November.

Das Stammtischgespräch wurde in Mundart geführt.
Foto: StadlerSein Dank galt den Sponsoren und der lebendigen und fleißigen Dorfgemeinschaft, die mit vereinten Kräften den Feierlichkeiten zum 300-jährigen Ortsjubiläum einen würdigen Rahmen für ein besonderes Geburtstagsfest gegeben habe.
Stammtischgespräch in Mundart
Die Historie von Kälberbronn wurde beim Stammtischgespräch in Mundart lebendig. Unter der Regie von Marion Krauß-Bührer ließen neben ihr Maria und Dieter Schittenhelm sowie Matthias Ziefle alte Zeiten im Ort lebendig werden als Kälberbronn vom Wald gelebt hat. Dabei verbanden sie auf der Bühne die Geschichte mit der Gegenwart. Der Bühnenauftritt wurde mit viel Applaus quittiert. Sandro Kappler bewirtete die Stammtischrunde mit Bier.
Bürgermeister von Pfalzgrafenweiler, Dieter Bischoff, bezeichnete die lebendige Dorfgemeinschaft, bei der alle an einem Strang ziehen, als „wahren Schatz von Kälberbronn“ und das Jubiläum als Grund zum Innehalten und Feiern.
Ortsvorsteher sticht das Fass an
Die Dorfgemeinschaft würdigte das außerordentliche Engagement von Familie Ziefle, die für die Feierlichkeiten ihren Betrieb zur Verfügung stellte. „Das ist nicht selbstverständlich“, so Moderator Homeier. Mit holzgeschnitzten Wappen von Kälberbronn beschenkt, versammelte sich die ganze Familie Ziefle auf der Bühne und erntete viel Applaus.

Familie Ziefle versammelte sich auf der Bühne.
Foto: StadlerBeim anschließenden Fassanstich reichten Ortsvorsteher Ziefle zwei Schläge, um das Festbier fließen zu lassen. Gemeinsam mit Bürgermeister Bischoff füllte er die Gläser mit Freibier. Die Geburtstagsfeier konnte durchstarten.
Helferteam zu erkennen an den Jubiläums-Shirts
Inzwischen waren die Sitzplätze an den Festgarnituren auch rund um die Maschinenhalle gut frequentiert. Es war Zeit für Begegnungen, Gespräche und den Genuss von Grillhähnchen, Haxen und Grillklassikern zu kühlen Getränken bei spätsommerlicher Witterung.
Am Abend läutete die aus Alpirsbach stammende Blasmusikgruppe „d’Schwobebrasser“ mit ihrer Livemusik eine Mega-Party bis tief in die Nacht ein. Das Helferteam, alle zu erkennen an ihren zartgrünen Jubiläums-Shirts, hatte zwischenzeitlich etliche Bänke und Tische aus der Halle entfernt und Platz zum Tanzen und Feiern geschaffen. Und Kälberbronn feierte seinen 300. Geburtstag bereits am Samstagabend genussvoll in vollen Zügen.