Fenster- und Fassadenbau
: Lars Jäckle aus Alpirsbach legt mit 23 Jahren Meisterprüfung ab

Alpirsbachs Bürgermeisterin Vanessa Schmidt gratulierte dem frischgebackenen Glasermeister Lars Jäckle bei Fensterbau Jäckle.
Von
red/pm
Alpirsbach
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Schmidt und Jäckle

Bürgermeisterin Vanessa Schmidt mit Lars Jäckle vor seinem Meisterbaum.

Bürgermeisteramt Alpirsbach
  • Lars Jäckle bestand mit 23 die Meisterprüfung im Glaserhandwerk in Karlsruhe.
  • Sein Meisterstück: ein Eichenfenster mit Sitzfläche und Licht – Gewicht über 600 Kilogramm.
  • Bürgermeisterin Vanessa Schmidt gratulierte im Betrieb Fensterbau Jäckle in Alpirsbach.
  • Meisterkurs im Wandel: Nächster Kurs fast nur online, Jäckle betont Praxisbedeutung.
  • Familienbetrieb seit 1835 mit zwei Standorten – aktuell fünf Mitarbeitende und drei Aushilfen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Um dem frischgebackenen Meister im Glaserhandwerk mit Fachrichtung Fenster- und Fassadenbau, Lars Jäckle, persönlich zu seiner erfolgreichen Meisterprüfung zu gratulieren, besuchte Bürgermeisterin Vanessa Schmidt die Firma Fensterbau Jäckle im Vorderen Aischbach. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor.

Mit gerade einmal 23 Jahren hat Lars Jäckle seine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt. Für seine Prüfung fertigte er als Meisterstück ein großes Fenster aus Eiche mit integrierter Sitzfläche und Licht an, das mehr als 600 Kilogramm wiegt. Die Vorgabe lautete lediglich: „Glas, beweglich, meisterlich.“

Die Umsetzung sei damit nicht nur handwerklich anspruchsvoll gewesen, sondern habe auch logistisch eine Herausforderung dargestellt. Das über sechs Zentner schwere Fenster musste im elterlichen Betrieb gefertigt und anschließend zur Prüfung nach Karlsruhe transportiert sowie dort auf- und wieder abgebaut werden. „Das war schon eine Herausforderung“, berichtet Lars Jäckle. Am Ende hat jedoch alles reibungslos geklappt.

Lars Jäckle

Lars Jäckle mit seinem Meisterstück: Ein Sitzfenster aus Holz-Alu in Eiche.

Jäckle priv.

Seine Begeisterung für das Handwerk entdeckte Lars Jäckle laut Pressemitteilung bereits früh. Mit zwölf Jahren habe er im elterlichen Betrieb bei kleineren Arbeiten geholfen, beispielsweise beim Sortieren von Holz. Nach einem kaufmännischen Praktikum habe er festgestellt, dass eine reine Tätigkeit am Schreibtisch langfristig nicht das Richtige für ihn ist. Der Weg ins Handwerk sei damit früh vorgezeichnet gewesen. Besonders schätze er bis heute, am Ende eines Arbeitstages konkret sehen zu können, was er geschafft hat – und wenn die Kunden mit dem Ergebnis zufrieden sind.

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Die Situation im Handwerk

Die Meisterausbildung absolvierte er in Vollzeit innerhalb eines Jahres in Karlsruhe. Bereits im März 2025 erhielt Lars von der Werner-Stober-Stiftung Karlsruhe einen Nachwuchsunternehmer-Preis beziehungsweise ein Stipendium in Höhe von 5000 Euro. Sein Meisterjahrgang umfasste 18  Teilnehmer in Vollzeit sowie sieben in Teilzeit.

Ein Blick zurück mache deutlich, wie stark sich die Situation im Handwerk verändert hat: Als sein Vater Karl Jäckle seinen Meister machte, umfasste der Jahrgang im Schnitt bis zu 70 Meisterschüler und es gab ein Jahr Wartezeit. Damals befand sich die Berufsschule noch in Freudenstadt, zudem gab es im Landkreis noch 15 Glaserbetriebe.

Nächster Meisterkurs fast nur online

Die Ausbildung selbst befindet sich ebenfalls im Wandel. Der nächste Meisterkurs soll nahezu vollständig online stattfinden; lediglich sieben Praktikumswochen sind vorgesehen. Lars Jäckle steht dieser Entwicklung laut Stadt Alpirsbach skeptisch gegenüber und betont die Bedeutung praktischer Ausbildung im Handwerk.

Auch mit Lars‘ älterem Bruder Kai ist die nächste Generation bei Fensterbau Jäckle bereits fest im Familienbetrieb verankert. Er arbeitet wie Lars im Unternehmen, ist Meister und absolviert derzeit in Vollzeit die Weiterbildung zum Betriebswirt. Ab April 2027 wird Kai nach Abschluss der Weiterbildung wieder vollständig im Betrieb tätig sein.

Traditionsbetrieb mit sieben Generationen

Das Unternehmen wurde 1835 gegründet und wird heute von Karl Jäckle geführt. Damit steht inzwischen die siebte Generation in den Startlöchern. Am ursprünglichen Standort in der Karlstraße werden nach wie vor die Rohproduktion von Holz-/Aluminium-Fenstern sowie Glasreparaturen umgesetzt. Seit 2010 befinden sich am zweiten Standort im Vorderen Aischbach unter anderem die Lackiererei, die Endmontage sowie die Fertigung von Kunststoff-/Aluminium-Fenstern. Ein Showroom mit Türen, Rollläden, Markisen sowie Sonnen- und Insektenschutz ergänzt das Angebot.

Lars Jäckle

Meisterbaum mit Lars Jäckle

Jäckle priv.

Das Unternehmen ist stolz, ausschließlich auf Zulieferer aus Deutschland zurückzugreifen. Aktuell beschäftigt der Betrieb fünf Mitarbeiter, darunter die Söhne Lars und Kai. Unterstützt wird Karl Jäckle von seiner Frau Petra, die sich um Buchhaltung, Personal, Angebote und Rechnungen kümmert. Hinzu kommen drei Aushilfskräfte.

Wie viele Handwerksbetriebe stehe auch Fensterbau Jäckle vor Herausforderungen. Insbesondere der Fachkräftemangel mache sich bemerkbar. Auch die Zahl der Praktikanten sei in den vergangenen Jahren zurückgegangen.