Es geht um Minijobs: Diese Forderung erhebt die Freudenstädter CDU an die eigene Partei

Minijobs als Thema beim Unternehmensbesuch: Vertreter des CDU-Kreisvorstands im Gespräch mit der Unternehmensleitung der Firma Ott Gebäudereinigung in Talheim.
Dominik Ehninger- CDU-Kreisverband Freudenstadt fordert Erhalt von Minijobs als Nebenverdienst ohne Mehrabgaben.
- Antrag von Stadtverband Horb und Kreisverband wurde auf dem Kreisparteitag verabschiedet.
- Hintergrund ist ein Besuch bei Ott Gebäudereinigung in Horb-Talheim – 340 von 550 im Minijob.
- Rund 70 Prozent der Minijobber haben eine sozialversicherungspflichtige Hauptstelle.
- Zusätzliche Abgaben würden Kosten erhöhen und Nebenverdienst sowie Flexibilität gefährden.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Wer bereits sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, soll auch künftig ohne zusätzliche Belastungen einen Minijob als Nebenbeschäftigung ausüben können. Dafür setzt sich der CDU-Kreisverband Freudenstadt laut einer Pressemitteilung ein.
Auf dem jüngsten Kreisparteitag verabschiedeten die CDU-Mitglieder einen gemeinsamen Antrag des CDU-Stadtverbandes Horb am Neckar und des CDU-Kreisverbands Freudenstadt. Im Mittelpunkt des Beschlusses steht der Erhalt von Minijobs als zusätzliche Hinzuverdienstmöglichkeit für Arbeitnehmer, die bereits über ihren Hauptberuf sozialversichert sind. Der Kreisparteitag spricht sich dagegen aus, diese Nebenbeschäftigungen pauschal mit zusätzlichen Sozialabgaben zu belasten. Die Rentenkommission hatte vorgeschlagen, den Sonderstatus von Minijobs abzuschaffen.
Der Kreisverband fordert die CDU Baden-Württemberg und die CDU Deutschlands nun auf, sich bei anstehenden Sozialreformen dafür einzusetzen.
Wie wichtig diese Beschäftigungsform für Arbeitnehmer und Unternehmen ist, zeigte sich kürzlich bei einem Besuch des CDU-Kreisvorstands bei der Firma Ott Gebäudereinigung in Horb-Talheim. Von den rund 550 Beschäftigten des Familienunternehmens arbeiten 340 auf Minijob-Basis. Etwa 70 Prozent davon haben bereits eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung.
Welche Folgen drohen
Im Gespräch mit der CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Katrin Schindele erläuterten die Unternehmer die möglichen Folgen zusätzlicher Sozialabgaben. Diese könnten die Kosten für Unternehmen in der Region deutlich erhöhen und gleichzeitig dazu führen, dass sich der Nebenverdienst für viele Beschäftigte nicht mehr lohnt. Gerade für mittelständische Betriebe sind solche Nebenbeschäftigungen wichtig, um beispielsweise flexibel auf den Personalbedarf in den Abendstunden oder an Wochenenden reagieren zu können. Zugleich bieten sie Arbeitnehmern die Möglichkeit, neben ihrem Hauptberuf legal und unkompliziert etwas hinzuzuverdienen.
Der CDU-Kreisparteitag fordert deshalb, die bestehenden Regelungen für Minijobs neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung beizubehalten. Eine Verbesserung der sozialen Absicherung dürfe nicht dazu führen, dass diese bewährte Hinzuverdienstmöglichkeit durch zusätzliche Abgaben und Bürokratie gefährdet wird.