Einweihung Orange Bank
: Alpirsbach setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Eine Orange Bank wurde in Alpirsbach eingeweiht. Sie soll zum Hinschauen ermutigen und betroffenen Frauen aufzeigen, wo sie Hilfe finden können.
Von
red/pm
Alpirsbach
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Orangene Bank

Freuen sich über die neue Bank: (vorne von links) Anita Frank (Frauenliste), Bürgermeisterin Vanessa Schmidt, Ulrike Schweizer und Karin Kneissler (beide Frauenhilfe) sowie (hinten von links) Edith Körber (Frauenliste und Frauenhilfe), Markus Pryk (Bauhof Alpirsbach), Monika Roth (Frauenliste) und Ulrike Methner-Hulbert (Frauenhilfe)

Stadt Alpirsbach/C. Dold
  • In Alpirsbach wurde eine Orange Bank gegenüber dem Rathaus eingeweiht.
  • Sie soll gegen Gewalt an Frauen sensibilisieren und auf Hilfsangebote verweisen.
  • Spenderin war die Frauenliste, initiiert von der Frauenhilfe, montiert vom Bauhof.
  • Bürgermeisterin Vanessa Schmidt betonte Respekt, Sicherheit und Miteinander.
  • Frauenhilfe berät in Freudenstadt und Horb – Fälle steigen, Ressourcen reichen nicht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mitten in Alpirsbach gegenüber vom Rathaus weihte Bürgermeisterin Vanessa Schmidt dieser Tage eine Orange Bank ein. Von der Frauenliste Alpirsbach gespendet, von der Frauenhilfe Freudenstadt  initiiert und vom Bauhof Alpirsbach montiert, lädt sie ab sofort zum Ausruhen ein. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Alpirsbach hervor.

Anita Frank von der Frauenliste Alpirsbach begrüßte die zahlreichen Besucher. „Die Farbe Orange gilt weltweit als Zeichen gegen Gewalt an Frauen“, erläuterte Vanessa Schmidt die Bedeutung dieser Bank. „Die Bank soll mehr sein als ein Platz zum Sitzen, Ausruhen oder für ein Gespräch. Sie soll uns aufmerksam machen und zum Hinschauen ermutigen. Denn hinter dem Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen stehen persönliche Geschichten und Schicksale. Deshalb ist es wichtig, dass wir als Gesellschaft deutlich machen: Wir schauen nicht weg. Wir hören zu. Wir nehmen Betroffene ernst. Und es gibt Hilfe. Denn eine Stadt lebt vor allem von den Menschen, die hier leben und Verantwortung füreinander übernehmen. Diese Orange Bank steht deshalb auch für unseren gemeinsamen Wunsch nach Respekt, Sicherheit und einem guten Miteinander.“

„Wir schauen nicht weg. Wir hören zu. Wir nehmen Betroffene ernst. Und es gibt Hilfe.“
Vanessa Schmidt
Bürgermeisterin

Nach dem Durchschneiden der Absperrbänder wurde die Bank freigegeben. Ulrike Schweizer von der Frauenhilfe Freudenstadt erläuterte, weshalb sie sehr dankbar über diese Bank sei: Damit betroffene  Frauen wissen, wo sie Hilfe finden können, sei es wichtig, immer wieder in der Öffentlichkeit präsent zu sein. „Viel präsenter als in Orange mitten in Alpirsbach vor dem Rathaus geht fast nicht“, meinte Schweizer. „So können sich betroffene Frauen ganz unauffällig die Adresse abfotografieren.“

Beratungsstellen in Freudenstadt und Horb

Die Frauenhilfe ist eine Beratungsstelle, die Frauen unterstützt, die Gewalt erfahren und dringend Hilfe benötigen. Es gibt eine Beratungsstelle in Freudenstadt und eine in Horb. Die ausgebildeten Beraterinnen hören zu, versuchen die Ressourcen der Frauen zu stärken und ihnen zu einem selbstbestimmten, gewalt- und angstfreien Leben zu verhelfen.

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Die Zahl der betroffenen Frauen nimmt laut Pressemitteilung immer mehr zu. Bis Ende September 2026 haben schon 174 Frauen um Hilfe gesucht. Das ist ein Anstieg von fast 30 Prozent gegenüber 2025. Diese Zunahme lasse sich jährlich beobachten, sodass sie wohl nicht auf eine größere Anzeigebereitschaft zurückzuführen ist, sondern auf einen Anstieg der Gewaltbereitschaft.

Die Fälle werden immer komplexer

Dazu komme, dass die Fälle immer komplexer werden. Laut Stadt Alpirsbach wäre dringend mehr als eine 100 Prozent-Stelle notwendig. Da der Verein aber sowieso nur zu circa 75 Prozent aus öffentlicher Hand finanziert wird, fehlen dazu laut Mitteilung die Mittel.

Trotzdem bietet die Frauenhilfe unter Mithilfe von Ehrenamtlichen Präventionsveranstaltungen an Schulen und auch in Betrieben an. Ulrike Schweizer ermunterte die Besucher, zu prüfen, ob sie sich nicht ehrenamtlich bei der Frauenhilfe engagieren wollen. Vielerlei Arten von Aufgaben würden anstehen. „Auch neue Fördermitglieder sind als zuverlässige jährliche Einnahmequelle von großer Bedeutung und Spenden sind immer äußerst willkommen“, betonte Schweizer.