Diskussion in Dornstetten
: Wie soll der Friedhof von morgen aussehen?

Die Stadtentwicklung in Dornstetten beschäftigt sich mit dem Thema Friedhofsgestaltung und Bestattungsangebote. Auch Bürger sollen ihre Meinung einbringen.
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red/pm
Dornstetten
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Grabschmuck: ARCHIV - 31.10.2021, Bayern, München: Zwei Rosen und ein Grablicht sind auf einem Grab auf dem Westfriedhof zu sehen.  (zu dpa: «Unbekannte verwüsten oberbayerischen Friedhof») Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Friedhofsgestaltung ist Thema in Dornstetten. (Symbolfoto)

Sven Hoppe/dpa
  • Dornstetten diskutiert die künftige Friedhofsgestaltung und lädt Bürger zur Beteiligung ein.
  • Steuerungsgruppe der Stadtentwicklung plant das Vorgehen – sachlich, realisierbar und bezahlbar.
  • Bestattungsangebot gilt als beachtlich, Baumbestattungen kommen hinzu, Barrierefreiheit wird mitgedacht.
  • Zentrale Fragen: Wandel der Bestattungskultur, kleinere Gräber, Friedhof auch als Verweilort.
  • Erst Austausch mit regionalen Fachleuten, dann Umfrage bei Bürgern, Schritte in der zweiten Jahreshälfte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Friedhofsgestaltungen und Bestattungsangebote sind ein Thema, das die Stadt Dornstetten seit Jahren immer wieder beschäftigt, wie diese in einer Mitteilung schreibt. Aber was ist angesichts von gesellschaftlichen Veränderungen und der angespannten Finanzsituation sinnvoll und möglich? Darüber will man in Dornstetten jetzt gemeinsam nachdenken.

Das passende Format dazu sei da und erprobt: die Stadtentwicklung. In deren Steuerungsgremium sitzen Menschen aus allen Bereichen des Stadtlebens. In den Projektteams wurden in der Vergangenheit Themen von Barrierefreiheit über Klimaschutz bis Leerstandsmanagement gemeinsam von Verwaltung, Gemeinderat und Bürgern erfolgreich bearbeitet.

Das Thema Friedhof wurde in einem Workshop des Gemeinderats und der Steuerungsgruppe der Stadtentwicklung im vergangenen Herbst mehrfach als Anliegen genannt und schließlich in den Maßnahmenplan aufgenommen.

„Komplexes und sensibles Thema“

In einer ersten Sitzung hat sich die Steuerungsgruppe nun darüber unterhalten, wie eine gemeinsame Arbeit am Thema aussehen könnte. Friedhöfe sind ein ebenso komplexes wie sensibles Thema, heißt es weiter. Emotionale und praktische Anliegen müssen mit technischen und gartenbaulichen Möglichkeiten in Einklang gebracht werden – und am Ende muss alles realisierbar und bezahlbar sein.

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Vor allem Letzteres sei der Steuerungsgruppe und der Stadtverwaltung wichtig: „Wir wollen keine Erwartungen wecken, die sich später nicht erfüllen lassen“, so der Tenor des Gremiums. Angesichts der schwierigen Finanzlage könnten Wünsche und Anliegen auch nur begrenzt mit Bagger und Budget erfüllt werden. „Zumal das Bestattungsangebot in Dornstetten bereits beachtlich ist und es künftig zusätzlich Baumbestattungen geben wird“, so die Stadt.

Im Rahmen der Diskussion zeigte sich jedoch bald: Das Bestattungsangebot selbst ist nicht das drängendste Thema. Auch nicht Themen wie Zugänglichkeit und Barrierefreiheit, denn sie werden bei allen neuen Arbeiten in der Anlage bereits kontinuierlich mitgedacht und schrittweise umgesetzt.

Nicht nur Erinnerungs-, sondern auch Verweilorte

Die große Frage laute vielmehr: Wohin gehen die grundsätzlichen Entwicklungen im Bereich Bestattungen? Und was bedeutet das für die Friedhöfe? Bei der Diskussion im Gremium kamen verschiedenste Aspekte auf den Tisch: Viele Familien leben nicht mehr traditionell über Generationen am selben Ort. Grabpflege auf Distanz ist mühsam und ressourcenintensiv. Immer mehr Menschen entscheiden sich auch in Dornstetten für kleinere Grabstätten. Gleichzeitig werden Dornstettens Friedhöfe nicht nur als Erinnerungs-, sondern auch als Verweilorte in der Bevölkerung geschätzt.

Aber wie kann in diesem Thema Bürgereinbindung aussehen? Die Steuerungsgruppe habe hierfür einen stufenweisen Weg geplant. Im ersten Schritt werde die Stadtverwaltung das Gespräch mit regionalen Fachleuten suchen – Bestattungsunternehmen, Gartenbauunternehmen et cetera – und sich mit ihnen über die wichtigsten und wiederkehrenden Anliegen im Thema austauschen.

Bürger sollen ihre Meinung einbringen

Anschließend sollen die Bürger eingeladen werden, ihre Meinung einzubringen: Wohin geht ihrer Meinung nach die Entwicklung im Bereich Bestattungskultur? Wie sehen persönliche Vorstellungen aus? Hierfür ist eine Umfrage angedacht. Im Laufe der letzten Jahre wurden von Bürgern auch bereits verschiedene Ideen an Verwaltung und Gemeinderat herangetragen. Sie werden gesammelt und als Grundlage für die weitere Arbeit aufbereitet.

Ziel ist es, diese ersten Schritte im Laufe der zweiten Jahreshälfte umzusetzen. Anschließend wird sich die Steuerungsgruppe zusammensetzen und den nächsten Abschnitt im Thema planen, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.