Ausstellung in Dornstetten
: Schüler zeigen Bildhauerwerke aus Alabaster

Auf den Spuren von Bernini, Bacon und Giotto: Die Freie Waldorfschule Freudenstadt stellt Skulpturen und Gemälde im Heimatmuseum Dornstetten aus.
Von
red/pm
Dornstetten
Jetzt in der App anhören
Viele Schläge sind notwendig, bis aus einem Alabaster-Quader eine fertige Skulptur entsteht.

Viele Schläge sind notwendig, bis aus einem Alabaster-Quader eine fertige Skulptur entsteht.

Anne Linke
  • Heimatmuseum Dornstetten zeigt „In Stein gemeißelt“ mit Skulpturen und Malereien.
  • Vernissage am Sonntag, 2. August, um 14 Uhr – Eintritt zum Fest und zur Schau ist frei.
  • Klasse 12A der Freien Waldorfschule Freudenstadt arbeitet mit Alabaster und großformatigen Bildern.
  • Von Skizze über Bozzetti bis zur Figur: Arbeiten orientieren sich an Vorbildern wie Bernini.
  • Gezeigt werden auch Skizzen und Materialinfos, zudem lädt ein Mitmach-Tisch zum Formen ein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„In Stein gemeißelt“ lautet der Titel einer Ausstellung, die am Sonntag, 2. August, im Heimatmuseum Dornstetten eröffnet wird. Die Schüler der Klasse 12A der Freien Waldorfschule Freudenstadt zeigen auf Einladung des Bürgerteams „Kunst und Kultur – gemeinsam kreativ“ Bildhauerwerke aus Alabaster im Kontext großflächiger Malereien. Die Ausstellung ist bis zum Ende der Sommerferien zu sehen, wie die Stadt Dornstetten mitteilt.

Mit einer Vernissage im Rahmen des Kunst- und Kulturfests in Dornstetten wird die Ausstellung am 2. August eröffnet. Jedes Jahr bietet das Bürgerteam „Kunst und Kultur – gemeinsam kreativ“ bei seinem traditionellen Fest regionalen Künstlern eine Plattform und Publikumsaufmerksamkeit. Das Anliegen für dieses Jahr: „Wir wollen mehr junge Leute einbinden und was Frisches zeigen“, erklärt das Bürgerteam um Sonja Dezember, Christa Grimm, Theresa Saile und Klaus Dezember. Die Freie Waldorfschule Freudenstadt nahm die Einladung gerne an.

„In Stein gemeißelt“ lautet das Projekt, in dem die Schüler der 12A der Freien Waldorfschule Freudenstadt zu Stift, Wachs, Hammer, Meißel und Feile gegriffen haben. Sie bewegten sich dabei auf den Spuren großer Vorbilder wie Michelangelo und Gian Lorenzo Bernini.

Von der Skizze zur Skulptur

Die ersten Ideen wurden in Skizzen zu Papier gebracht. Aus Bildhauerwachs wurden anschließend sogenannte Bozzetti angefertigt. Dabei handelt es sich um erste Modelle einer Skulptur, die in diesem Stadium noch angepasst und korrigiert werden können. Schon die großen Künstler des Barocks und der Renaissance hatten Bozzetti eingesetzt, um ihre Werke zu planen.

Der KreisLetter
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Freudenstadt Montag bis Samstag im kompakten Überblick.

Für die finale Umsetzung ihrer Entwürfe wählten die Schüler Alabaster. Dieser Stein ist deutlich weicher als Marmor, bot den jungen Bildhauern jedoch immer noch genügend Widerstand, sodass diese kräftig ins Tun kamen. Schon am zweiten Tag des Projekts waren die ersten groben Formen der Skulpturen zu erkennen. Die große Herausforderung dabei war die Orientierung am Stein. Was muss weggeschlagen und wo muss Material stehengelassen werden? Denn: Was weg ist, ist weg.

Figur im Kontext

Im zweiten Schritt galt es, die entstandene Figur in einen malerischen Kontext zu setzen. Dabei bewegte die jungen Künstler die Frage: „In welchem Raum, vor welchem Hintergrund spielt die Geschichte meiner Kleinplastik?“ Die Herausforderung war, ein großes Bildformat von 70 mal 50 Zentimetern zu füllen. Hier wurde expressiv mit Kreiden, Acryl- und Temperafarben, Pigmenten und sogar Sand gearbeitet. Die unterschiedlichen Werke spiegeln nicht nur die Temperamente der Kunstschaffenden wider, sondern ermöglichen dem Betrachter auch das Eintauchen in eine ganze Bandbreite menschlicher Empfindungen.

Großflächige Malereien setzen die Steinskulpturen in einen beeindruckenden und verblüffenden Kontext.

Großflächige Malereien setzen die Steinskulpturen in einen beeindruckenden und verblüffenden Kontext.

Anne Linke

Auf die Ergebnisse sind nicht nur die Schüler stolz. Auch das Team „Kunst und Kultur – gemeinsam kreativ“ freut sich auf die Ausstellung: „Die Werke haben eine große Dynamik und es ist beeindruckend zu sehen, was für Kunstwerke die Schülerinnen und Schüler in wenigen Tagen geschaffen haben.“

Vernissage am Sonntag um 14 Uhr

Bei der Ausstellung im Heimatmuseum werden nicht nur die Alabaster-Figuren gezeigt. Auch die Skizzen und Entwürfe sowie Informationen zum genutzten Material werden im Hintergrund zu sehen sein. Darüber hinaus wird es einen „Mitmach-Tisch“ geben, an dem selbst mit Bildhauerwachs geformt werden darf.

Die Vernissage der Ausstellung „In Stein gemeißelt“ findet am Sonntag, 2. August, um 14 Uhr im Heimatmuseum in Dornstetten statt. Der Eintritt zur Vernissage und zum Kunst- und Kulturfest ist frei.