Bildung in Freudenstadt: Grundschüler bekommen ein Klassenzimmer im Grünen

Die Einfassungen für die Hochbeete sind anbetoniert. Und auch sonst nimmt der neue Pausenhof der Theodor-Gerhardt-Schule Form an. Das Bild zeigt (von links) Rolf Hammann, Bernd Baumgarten (Firma Schuler), Planerin Anja Grün, Oberbürgermeister Adrian Sonder, Schulleiterin Daniela Friedrich sowie die Amtsleiter Petra Weinbrecht und Thomas Gärtner.
Rath/Stadtverwaltung- Neuer Pausenhof der TGS in Freudenstadt nimmt Gestalt an – Nutzung ab Ende November geplant.
- Grün konzipiert: oberer Unterrichtsbereich im Schatten, unten Sport, Spiel und Toben.
- Breite Treppe mit Sitzplätzen, Rampe für Barrierefreiheit und bestehende Wege bleiben.
- Hochbeete und Drainagepflaster vorgesehen, 14 robuste heimische Bäume werden gepflanzt.
- Projekt liegt im Zeit- und Kostenrahmen, die Schule hat eine Übergangslösung bis zur Öffnung.
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Der Bau des neuen Pausenhofs der Theodor-Gerhardt-Schule (TGS) in Freudenstadt geht planmäßig voran und nimmt Gestalt an. Das ist die Erkenntnis aus einem Vor-Ort-Termin. Daran teil nahmen von der Stadt als Schulträger Oberbürgermeister Adrian Sonder, die Amtsleiter Thomas Gärtner (Stadtentwicklung) und Petra Weinbrecht (Bildung, Familie und Sport) sowie Rolf Hamann vom Amt für Stadtentwicklung, der die Baustelle betreut, Schulleiterin Daniela Friedrich, Planerin Anja Grün vom Büro Stadt und Natur sowie Bernd Baumgarten von der Firma Schuler Garten- und Landschaftsbau. Darüber berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung.
Der Neubau des großen Pausenhofs nimmt Kontur an. Dass Sanierungsbedarf bestand, ist für Oberbürgermeister Sonder unstrittig: „Der alte Pausenhof war aus der Zeit gefallen, die Notwendigkeit für die Investition gegeben.“ Erste Planungen dafür stellte die Stadt 2022 an. Den Durchbruch bei der Finanzierung brachte der Zuschussbescheid des Landes, den die Stadt im Zuge der Einführung der Ganztagsgrundschule gestellt hatte. Er sei froh, dass das Projekt bislang im Zeit- und Kostenrahmen liege, so Sonder.
Schüler haben großen Bewegungsdrang
Auch an der Schule, an der rund 275 Kinder unterrichtet werden, steige die Vorfreude auf das Ergebnis. Ende November soll die Fläche nutzbar sein. „Für die Zeit bis dahin haben wir eine gute Übergangslösung gefunden“, so Schulleiterin Friedrich. Dem neuen Pausenhof komme im Konzept für den Ganztagsbetrieb eine große Rolle zu, einerseits durch das „grüne Klassenzimmer“ im Freien. „Außerdem haben unsere Schülerinnen und Schüler, ihrem Alter entsprechend, einen großen Bewegungsdrang.“
Laut Planerin Grün – ihr Büro arbeitet beim Projekt mit der Landschaftsarchitektin Ulrike Kern zusammen – stammten die Pläne für den bisherigen Pausenhof aus dem Jahr 1965. Der einstige Waschbeton-Platten-Charakter ist bereits nicht mehr zu sehen. Grundgedanke bei der Neuplanung sei eine räumliche Zweiteilung des Hofs in einen oberen und in einen unteren Teil. „Das ergibt sich fast automatisch durch das Gefälle“, erklärt Grün.
Platz zum Spielen und Toben
Das füge sich aber auch ins inhaltliche Konzept: Im oberen Bereich, direkt am Schulgebäude, soll der Unterrichtsbereich eingerichtet werden, im Schatten von Bäumen. Zur weiteren Begrünung werden Hochbeete angelegt. Unten ist der Platz für Sport sowie zum Spielen und Toben. Die Verbindung erfolgt über eine breite Treppenanlage mit Sitzplätzen am Rand. Eine Rampenanlage stellt die Barrierefreiheit her.
Außerdem bleiben die Wegeverbindungen zwischen TGS, Keplerschule, Parkplätzen und Bushaltestellen bestehen. „Das Baubetriebsamt hat damit eine Zufahrt, um die Anlage gut pflegen zu können“, sagt Grün.
Robuste heimische Baumarten werden gepflanzt
Dem Wunsch des Gemeinderats hinsichtlich der Baumauswahl trage die Planung ebenfalls Rechnung. Gepflanzt werden sollen robuste heimische Arten, die nicht nur Schatten spenden und damit zum Schutz vor der Sonne beitragen, sondern auch mit heißeren und trockeneren Sommern sowie Streusalz zurechtkommen. Dazu zählen laut Pressemitteilung Sommerlinde, Rot-Ahorn, Feld-Ahorn und Grün-Erle. Insgesamt 14 Bäume sind vorgesehen.
„Die alten Bäume waren leider nicht mehr vital genug, um sie zu erhalten“, so Grün. Auch das Drainagepflaster passe ins Konzept. Es soll den Bäumen Wasser zuführen, der Rest der Niederschläge kann versickern.

