950 Jahre Grömbach
: Ganz Grömbach ist in Feierlaune

Erster Höhepunkt der 950-Jahr-Feier in Grömbach ist der Auftritt von Helge Thun. Wie der Magier, erstaunt auch der Bürgermeister: Er blickt nicht nur zurück, sondern weit voraus.
Von
Sabine Stadler
Oberndorf
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Helge Thun hat manchen Trick auf Lager – auch in Grömbach.

Stadler

Helge Thun führte als Moderator durch den Festakt am Freitagabend und verzauberte im Anschluss an den offiziellen Teil des Abends mit einer begeistert gefeierten Bühnenshow aus dem Reich der Zauberei.

Unerwartet viele Gäste hatten sich zur Eröffnung der 950-Jahr-Feier von Grömbach im großen, mit Tannen und herbstlichen Chrysanthemen geschmückten Festzelt beim Feuerwehrhaus in der Ortsmitte eingefunden.

Bürgermeister Daniel Wolber hieß neben den Grömbacher Bürgern zahlreiche Vertreter aus Verwaltung und Kommunalpolitik als Ehrengäste zum Mitfeiern willkommen. Der Ortschef war überwältigt vom großen Engagement so vieler Grömbacher, die „mit Herz und Tatkraft“ zum Gelingen der 950-Jahr-Feier von Grömbach beigetragen hätten – von der Planung über die Organisation bis zum Fest. Die Dorfgemeinschaft sei in der monatelangen Vorbereitungszeit für die Jubiläumsfeier zusammengewachsen – und darüber freute sich Wolber ganz besonders.

Reise durch Ortsgeschichte

In seiner Festansprache reiste er – nach vielen Stunden im Archiv – mit launigen Worten durch die Geschichte des eigenständigen Orts, der am 14. September 1075 als „Gruonbach“ erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Beste Stimmung herrscht am Freitagabend beim Festakt zum Auftakt der 950-Jahr-Feier in Grömbach im geschmückten Festzelt.

Foto: Stadler

Die ersten Einwohner, so Wolber, hätten hier sicher schon früher als vor 950 Jahren gelebt. Die damals blumige und umständliche Sprache war ebenso Thema der Festrede wie die 42 Dienstjahre des damaligen Bürgermeisters Christian Hammann, der 1990 als dienstältester Schultes Baden-Württembergs verabschiedet wurde.

Daniel Wolber will noch lange Bürgermeister bleiben – sehr lange.

Foto: Stadler

Augenzwinkernd schlug Wolber vor, ihn für die nächsten fünf Amtsperioden als Bürgermeister wiederzuwählen, damit er als 97-Jähriger diesen Rekord brechen und auch die 1000-Jahr-Feier von Grömbach organisieren könne.

Über die Historie von Grömbach können die Festbesucher mehr erfahren im Buch „Grömbacher Erinnerungen“, das mit einem zweiten Teil um die Zeit von 1995 bis heute erweitert wurde und am Jubiläumswochenende in den Ausstellungen im Pfarrhaus und im Lindenforum zu erhalten war.

Passend zu den Grußworten von Kirchenvertreter Hans Kopp läuteten die Glocken der örtlichen St.-Georgs-Kirche. Er lud in die an den beiden Folgetagen des Festwochenendes geöffnete Kirche zu Kaffee und Kuchen ein, angeboten vom örtlichen Kirchenchor.

Helge Thun begeistert

Mental unterstützt wurde Bürgermeister Wolber bei seinem ersten Fassanstich vom Ersten Landesbeamten beim Kreis Freudenstadt, Reinhard Geiser, und vom designierten Landrat Andreas Junt sowie Moritz Glauner von der Alpirsbacher Brauerei.

Nach dem geglückten Fassanstich (von links): Reinhard Geiser, Daniel Wolber, Moritz Glauner und Andreas Junt

Foto: Stadler

Das Jubiläumsbier floss bereits nach zwei Schlägen mit dem Holzhammer, wurde an die Gäste im Festzelt verteilt und signalisierte die offizielle Eröffnung der Jubiläumsfeier.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom örtlichen Posaunenchor. Nach einer kurzen Pause erlebten die Festgäste mit Helge Thun einen Münztrick rund um den „Morgen-Dollar“, ein Kunststück mit einem 20-Euro-Schein sowie einen Seil- und einen Kartentrick. Das Publikum war hellauf begeistert.

Der Posaunenchor gratuliert ebenfalls zum Gemeindejubiläum – musikalisch.

Foto: Stadler

Wolber lud die Festgäste mit den Worten „Lassen Sie es krachen an diesem Wochenende!“ zum Weiterfeiern des 950. Geburtstags von Grömbach ein.

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