Vorfall in Emmendingen
: „Missverständnis“ – Vermeintlicher Talentscout meldet sich bei der Polizei

Ein Unbekannter soll sich in Emmendingen als Talentscout ausgegeben und Kinder beim Fußballspielen angesprochen haben. Nun hat sich der 19-Jährige bei der Polizei gemeldet. Er bedauere das Missverständnis.
Von
Felix Paschke
Emmendingen
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Kinder spielen Fußball: ARCHIV - 05.06.2016, NA, ---: ILLUSTRATION - Kinder spielen auf einem Sportplatz Fußball.  (zu dpa: «Jugendarbeit Sachsen-Anhalt: Sport und Spiel sind die Renner») Foto: Uwe Anspach/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Mann, der Kinder beim Fußballspielen angesprochen haben soll, hat sich bei der Polizei gemeldet.

Uwe Anspach/dpa
  • Ein 19-Jähriger meldete sich nach einem Vorfall auf einem Sportplatz in Emmendingen.
  • Er gab an, als Talentscout aufgetreten zu sein, filmte Kinder und spendierte später ein Eis.
  • Die Polizei bestätigte seinen Bericht und sprach von einem Missverständnis ohne böse Absicht.
  • Nach aktuellem Stand liegen keine strafbaren Handlungen vor, so die Ermittler.
  • Polizei rät, Warnhinweise vor Weitergabe in sozialen Medien sorgfältig zu prüfen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Erst am Montagvormittag hatte die Polizei in einer Pressemitteilung von einem Vorfall in Emmendingen berichtet. Ein Mann habe sich am Samstag auf einem Sportplatz im Emmendinger Rosenweg verdächtig verhalten. Dabei soll er sich als Talentscout eines Profifußballvereins ausgegeben, die Kinder gefilmt und später ein Eis spendiert haben.

Nur gut zwei Stunden nach der Veröffentlichung der Polizeimeldung, gab es erneut eine Mitteilung der Ermittler: Der bislang unbekannte Mann habe sich gemeldet.

Demnach habe der 19-Jährige den gemeldeten Sachverhalt bestätigt. Er bedaure das Missverständnis, welches aufgrund seines Verhaltens zustande kam, schreibt die Polizei in ihrer zweiten Mitteilung.

„Keine böswilligen Absichten“

Der junge Mann habe mitgeteilt, „dass er mit seinem Verhalten keinerlei böswillige Absichten gehabt habe“, so die Polizei. Und: „Strafbare Handlungen liegen nach derzeitigen Erkenntnissen nicht vor.“

Zu einem ähnlichen Vorfall in Pfaffenweiler, zu dem es in den sozialen Medien Berichte gibt, liegen dem Polizeipräsidium derzeit „keine belastbaren Erkenntnisse“ vor. Auch hier soll ein vermeintlicher Talentscout Kinder angesprochen haben.

In den sozialen Medien kursierte ein Rundbrief

Bereits bevor die Polizei den Fall am Montagvormittag öffentlich machte, kursierte in den sozialen Medien eine Art Rundbrief. Unter dem Titel „Offizielle Mitteilung des Vereins – Wichtige Information für alle Eltern und Mitglieder“ wurde über den Vorfall in Emmendingen informiert. Der genaue Absender des Schreibens war jedoch nicht ersichtlich.

Polizei empfiehlt, Infos vor dem Verbreiten sorgfältig zu prüfen

Die Polizei empfiehlt, „Warnhinweise und Informationen vor der Verbreitung über soziale Medien und Messenger-Dienste sorgfältig zu prüfen“, heißt es im letzten Absatz der Nachtragsmeldung. Man solle sich die Quellen und die Richtigkeit von Sachverhalten durch offizielle Stellen bestätigen lassen, bevor man sie verbreite, schreibt die Polizei – „um zukünftig Verunsicherungen in der Bevölkerung zu verhindern“.