Als Talentscout ausgegeben: Unbekannter spricht Kinder auf Emmendinger Bolzplatz an

In Emmendingen soll sich ein Mann als Scout ausgegeben und fußballspielende Kinder angesprochen haben. Die Polizei ist informiert. (Symbolfoto)
Julian Stratenschulte/dpa (Symbolfoto)- Ein Unbekannter sprach auf einem Schul-Sportplatz im Rosenweg Kinder an – als angeblicher Scout.
- Er filmte die Kinder beim Spielen und spendierte später Eis in einem nahegelegenen Supermarkt.
- Laut Polizei gab es keine weiteren Forderungen, zu strafbaren Handlungen kam es nicht.
- Der Mann wirkte etwa 28, groß und schlank, dunkle Haare, heller Teint, Akzent osteuropäisch.
- Polizei rät: Scouting läuft nur über Vereine, Kinder sollen Fremden gegenüber „Nein“ sagen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf einem Bolzplatz in Emmendingen soll am Samstagmittag gegen 15 Uhr ein bislang unbekannter Mann Kinder angesprochen haben, die dort Fußball spielten. Ereignet haben soll sich der Vorfall Polizeiangaben zufolge auf einem Sportplatz an einer Schule im Rosenweg.
Zunächst habe der Mann die Kinder angesprochen und sich „als Scout eines Profifußballvereins ausgegeben“, schreibt die Polizei. Danach soll er die Kinder beim Fußballspielen gefilmt und später in einem nahegelegenen Supermarkt ein Eis spendiert haben.
Der Mann habe zunächst fußballspielende Kinder angesprochen und sich als Scout eines Profifußballvereins ausgegeben. Anschließend habe er die Kinder beim Fußballspielen gefilmt und ihnen im weiteren Verlauf ein Eis aus einem nahgelegenen Supermarkt spendiert.
Wohl keine strafbaren Handlungen
Weitere Forderungen soll der Unbekannte gegenüber den Kindern wohl nicht geäußert haben. „Zu strafbaren Handlungen war es nach derzeitigen Erkenntnissen nicht gekommen“, schreibt das Polizeipräsidium Freiburg in seiner Mitteilung. Weitere Meldungen von ähnlichen Vorfällen sind den Ermittlern derzeit nicht bekannt, heißt es.
So wird der Unbekannte beschrieben
Der Unbekannte wurde von den Zeugen als etwa 28 Jahre alt mit großer und schlanker Statur beschrieben. Er hatte dunkle Haare, helle Haut und soll Deutsch mit osteuropäischem Akzent gesprochen haben. Der Unbekannte sei mit einem Fahrrad erschienen und in Begleitung eines ihm augenscheinlich persönlich vertrauten Kindes gewesen, schreibt die Polizei.
Rundbrief mit Warnung geht in den sozialen Medien herum
Bereits zuvor war das Thema in den sozialen Medien aufgekommen. Unter dem Titel „Offizielle Mitteilung des Vereins – Wichtige Information für alle Eltern und Mitglieder“ wurde über den Vorfall in Emmendingen informiert. Die Schilderungen in den Beiträgen in Facebook-Gruppen decken sich weitgehend mit dem Polizeibericht. Der genaue Absender des Beitrags, der mehrfach in Facebook-Gruppen geteilt wurde, ist nicht zu erkennen. Unterzeichnet ist das Schreiben mit „Der Vereinsvorstand/Jugendleitung“.
Polizei rät Eltern, ihre Kinder regelmäßig zu sensibilisieren
Die Polizei macht in ihrer Mitteilung deutlich, dass Scouting niemals in der Freizeit auf Sportplätzen stattfindet. „Sportbezogene Talentsichtungen erfolgen ausschließlich über offizielle Vereinsstrukturen“, so die Polizei, die Eltern dazu rät, ihre Kinder regelmäßig zu diesem Thema zu sensibilisieren.
Kinder sollten zudem wissen, dass Fremde sie mit Versprechen wie Süßigkeiten oder Tieren täuschen können und dass sie jederzeit „Nein“ sagen sowie Gespräche mit Erwachsenen ablehnen dürfen. Außerdem sollten sie möglichst in Gruppen unterwegs sein und nur von Personen abgeholt werden, deren Kommen vorher mit den Eltern abgesprochen wurde. Um Tätern keine Hilfe zu geben, sollten Schulranzen oder Rucksäcke keine Namen oder Adressen des Kindes tragen, schreibt die Polizei.
