Uniklinik Freiburg: Beschäftigte wollen gegen geplanten Stellenabbau demonstrieren

Bis 2028 sollen an der Uniklinik Freiburg laut Planungen 350 Stellen abgebaut werden. Beschäftigte wollen dagegen am 28. Februar demonstrieren.
Philipp von Ditfurth/dpaWie die Gewerkschaft Verdi am Freitag mitteilte, soll am Samstag, 28. Februar, in Freiburg gegen den geplanten Abbau von 350 Stellen an der Uniklinik Freiburg demonstriert werden.
Damit solle „Druck auf Klinikvorstand und Landesregierung ausgeübt werden, Landtagswahl-Kandidaten werden aufgefordert, sich zum Vorhaben zu positionieren“, schreibt Verdi. Der Vorstand des Uniklinikums habe angekündigt in den kommenden Jahren bis 2028 350 Vollzeitstellen abzubauen.
„Bei den Beschäftigten lösen diese Pläne große Bestürzung aus“, so Verdi, die das Vorhaben entschieden ablehnt. „Der Schuld für den geplanten Stellenabbau an der Uniklinik Freiburg liegt maßgeblich bei der Baden-Württembergischen Landesregierung. Diese kommt seit Jahren nicht ihrer gesetzlichen Pflicht nach, die Investitionskosten der Freiburger Uniklinik zu übernehmen. Die daraus resultierenden Schulden sollen laut Vorstandsentscheidung jetzt auf dem Rücken der Beschäftigten abgebaut werden. Das kann nicht sein“, erklärt Michael Herbstritt, Geschäftsführer von Verdi Südbaden Schwarzwald.
Auch die Landtagskandidaten sollen sich positionieren
Gegen die Pläne formiere sich in der Belegschaft mit der Kampagne „Nicht auf unserem Rücken!“ Widerstand. Neben der Demonstration organisieren die Beschäftigten eine Kampagne, die auch die Forderung nach einem Wahlversprechen der Landtagskandidaten beinhaltet. Positive Rückmeldungen gebe es seitens der SPD und Linkspartei. Weitere Antworten stehen noch aus.
Die Demo beginnt am 28. Februar um 15 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge und zieht am Ende durch den Torbogen in den Uniklinikpark.