Sonderausstellung „Trotzdem da!“
: NS-Dokuzentrum in Freiburg sucht Kinder aus „verbotenen Beziehungen“

Im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) in Freiburg gastiert derzeit eine Sonderausstellung. Dieses möchte das Museum mit regionalen Schicksalen ergänzen und sucht dafür nach Kindern aus während der NS-Zeit „verbotenen Beziehungen“.
Von
Alexander Blessing
Freiburg
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Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus sucht nach Kindern, die aus während der NS-Zeit „verbotenen Beziehungen“ stammen.

Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus sucht nach Kindern, die aus während der NS-Zeit „verbotenen Beziehungen“ stammen.

Michael Kohls
  • Sonderausstellung „trotzdem da!“ gastiert im DZNS Freiburg und läuft bis zum 30. Januar.
  • Gesucht werden Menschen aus Freiburg und Südbaden mit Wurzeln in „verbotenen Beziehungen“.
  • Gemeint sind Kinder oder Enkel, deren ein Eltern- oder Großelternteil Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangener war.
  • Das DZNS sammelt Geschichten vertraulich – Veröffentlichung erst nach Prüfung und Zustimmung.
  • Kontakt: dzns@freiburg.de oder 0761/201-2754, Gespräche nur nach Terminvereinbarung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Ausstellung „trotzdem da! Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeitern“ gastiert derzeit im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) Freiburg. Die Ausstellung wird dort noch bis zum 30. Januar kommenden Jahres zu sehen sein.

Die von der Gedenkstätte Lager Sandbostel in Niedersachsen konzipierte Wanderausstellung erzählt die Lebensgeschichten von Kindern aus sogenannten verbotenen Beziehungen: Mindestens ein Elternteil wurde im Nationalsozialismus als Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangener nach Deutschland verschleppt, der andere Elternteil galt als Deutscher.

Beziehungen wurden in der NS-Zeit hart bestraft

Diese Beziehungen und daraus folgende Schwangerschaften wurden vom NS-Regime hart verfolgt und bestraft, oft mit KZ-Haft und Todesstrafen.

Viele der Kinder aus „verbotenen Beziehungen“ wurden nach der Geburt von ihren biologischen Eltern getrennt, wuchsen in anderen Familien auf, lernten ein oder beide Elternteile nie oder erst spät kennen. Manche erlebten auch nach 1945 Ausgrenzung und Diskriminierung. Ihre Geschichten erhielten in der Forschung und Erinnerung an die NS-Verbrechen bisher nur wenig Aufmerksamkeit.

Teilnahme ist auch anonym möglich.

Für das Freiburger Ausstellungs-Projekt sollen Geschichten von Menschen aus Freiburg und Südbaden ergänzt werden. Dazu sucht das Team des DZNS Menschen, die beim Projekt unterstützen können: Kinder oder Enkelkinder aus Freiburg und der Region, die aus „verbotenen Beziehungen“ stammen – das heißt, Menschen, bei denen mindestens ein Eltern- oder Großelternteil im Nationalsozialismus als Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangener nach Deutschland verschleppt wurde. Der andere Eltern- oder Großelternteil war Deutsche.

Interessierte können mit dem DZNS Kontakt aufnehmen und ihre Geschichte erzählen. Das DZNS behandelt die Inhalte vertraulich. Diese werden erst nach Prüfung und Zustimmung veröffentlicht. „Auch anonyme Berichte können hilfreich sein“, teilt das DZNS mit.

So kann man am Projekt teilnehmen

Wer die eigene Geschichte erzählen oder den Fall anhand von Dokumenten und Fotos teilen möchte, kann sich unverbindlich und schriftlich melden: per Mail an dzns@freiburg.de oder telefonisch bei Projektleiterin Caroline Klemm unter 0761/201-2754 (Montag von 9 bis 11 Uhr). Die Abgabe von Dokumenten und Objekten sowie ein Gespräch sind nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) geht mit allen Informationen vertraulich um. Erst nach expliziter Prüfung und Zustimmung ist eine potenzielle Veröffentlichung und gegebenenfalls Beteiligung im Rahmen der Sonderausstellung und Vermittlung möglich. Auch anonyme Berichte können hilfreich sein.