Hackerangriff bei Dienstleister
: PH Freiburg kämpft weiter mit IT-Problemen im Hochschul-Alltag

Auch gut einen Monat nach dem Cyberangriff auf das Hochschulservicezentrum in Reutlingen sind an der Pädagogischen Hochschule Freiburg wichtige IT-Systeme offline. Das hat erhebliche Auswirkungen.
Von
Felix Paschke
Freiburg
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Die Pädagogische Hochschule Freiburg kämpft derzeit mit den Auswirkungen eines Hackerangriffs auf das Hochschulservicezentrum in Reutlingen.

Die Pädagogische Hochschule Freiburg kämpft derzeit mit den Auswirkungen eines Hackerangriffs auf das Hochschulservicezentrum in Reutlingen.

Felix Paschke
  • Nach Cyberangriff auf HSZ-BW sind an der PH Freiburg wichtige IT-Systeme weiter offline.
  • Seit 7. Oktober läuft einiges nur im Notfallmodus – Leistungsnachweise sind nicht abrufbar.
  • Personal- und Finanzanwendungen sind betroffen, Gehälter werden über das LBV weiter ausgezahlt.
  • Forensik ergab geringen Datenabfluss von etwa 1 GB, Risiko für personenbezogene Daten sehr klein.
  • Verbindungen werden sukzessive wieder aufgebaut, Zeitpunkt unklar – PH stellt Bescheinigung bis 30. November 2026 bereit.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Dieser Semesterstart lief für die Studenten an der Pädagogischen Hochschule (PH) in Freiburg anders als geplant. Am 7. Oktober wurde beim Hochschulservicezentrum Baden-Württemberg (HSZ-BW), das IT-Dienste für zahlreiche Hochschulen im Südwesten bereitstellt, ein Cyberangriff festgestellt.

Seitdem laufen auch an der Hochschule im Freiburger Stadtteil Littenweiler einige IT-Systeme nicht oder nur im Notfallmodus. Das hatte spürbare Konsequenzen: Studenten können dadurch etwa keine Leistungs- oder Abschlussnachweise vorlegen. „Auch die Hochschule hat aktuell keinen Zugriff darauf“, heißt es auf der Homepage der PH. Und auch die Stundenplanung war für die angehenden Pädagogen deutlich erschwert.

Forensische Untersuchungen sind abgeschlossen

Der Sicherheitsvorfall hatte dabei auch Auswirkungen auf Anwendungen in den Bereichen Personal und Finanzen. So können etwa derzeit keine Kontostände in den Drittmittelprojekten abgefragt werden. Gehälter für Lehrkräfte und PH‑Angestellte dagegen sind nicht betroffen. „Die Bezüge und Gehälter werden vom Landesamt für Besoldung und Versorgung (LBV) weiterhin ausgezahlt; das LBV ist nicht betroffen“, erklärt die PH.

Derweil gibt das HSZ-BW auf einer Notfallhomepage weitere Informationen zum Ausmaß des Angriffs bekannt. „Die forensischen Untersuchungen des Angriffs durch Kriminalpolizei, Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) und einen spezialisierten Dienstleister sind inzwischen abgeschlossen“, heißt es dort.

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Geringe Menge an Daten abgeflossen

Das Ergebnis: Studenten von betroffenen Hochschulen müssen sich wohl keine allzu großen Sorgen um ihre Daten machen. „Die Ergebnisse der forensischen Analyse legen nahe, dass die Daten der Hochschulen beim HSZ-BW weitgehend intakt sind und nur ein relativ geringer Abfluss von Daten im Umfang von circa 1 GB stattgefunden hat“, schreibt das Hochschulservicezentrum.

Die Wahrscheinlichkeit, dass personenbezogene Daten abgegriffen wurden, sei „den Ermittlungsergebnissen zufolge sehr klein“, könne aber nicht völlig ausgeschlossen werden.

Cyberangriff: Ein Mann sitzt am Rechner und tippt auf einer Tastatur. (Symbolbild) (zu dpa: «Hochschulservicezentrum: Cyberangriff festgestellt»)

Nach einem Cyberangriff auf das Hochschulservicezentrum in Reutlingen kämpfen zahlreiche Hochschulen in Baden-Württemberg mit den Auswirkungen.

Nicolas Armer/dpa (Symbolfoto)

Gleichzeitig laufen die Arbeiten für eine Wiederaufnahme der Verbindungen zwischen dem Hochschulservicezentrum und den betreuten Hochschulen. „Sobald sichergestellt ist, dass von der IT-Infrastruktur des HSZ-BW keine Gefahren ausgehen, werden die Verbindungen sukzessive wieder aufgebaut“, so das HSZ. Allerdings: Wann das sein wird, ist jedoch noch offen.

Auch die PH Freiburg hat dazu keine Informationen. Ihren Studenten stellt die Hochschule im Netz ein Schreiben zur Verfügung, in dem sie die Situation schildert. Dieses Schreiben können Studenten bei den zuständigen Stellen einreichen, um „nach Möglichkeit Fristverlängerungen oder die Nachreichung fehlender Unterlagen zu ermöglichen“. Gültig ist das Schreiben bis zum 30. November 2026.

Uni Freiburg war nicht betroffen

Nicht direkt von dem Hackerangriff auf das Hochschulservicezentrum in Reutlingen betroffen war die Universität Freiburg. Man beziehe keine technischen Dienste vom HSZ, schrieb die Uni kurz nach dem Hackerangriff auf Nachfrage.