Nach Hackerangriff in Reutlingen
: Wichtige IT-Systeme der PH Freiburg zum Semesterstart gestört

Große Probleme zum Semesterstart an der PH Freiburg: Nach einem Hackerangriff auf das Hochschulservicezentrum Reutlingen sind wichtige IT-Dienste derzeit nicht nutzbar. Vor allem bei neuen Studenten sorgt das für Verwirrung.
Von
Felix Paschke
Freiburg
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Die Pädagogische Hochschule Freiburg kämpft derzeit mit den Auswirkungen eines Hackerangriffs auf das Hochschulservicezentrum in Reutlingen.

Die Pädagogische Hochschule Freiburg kämpft derzeit mit den Auswirkungen eines Hackerangriffs auf das Hochschulservicezentrum in Reutlingen.

Felix Paschke
  • IT-Störungen an der PH Freiburg nach Hackerangriff auf das HSZ-BW in Reutlingen.
  • Zentrale Anwendungen in Studium, Personal und Finanzen sind aktuell beeinträchtigt.
  • Erstsemester erhalten nur eingeschränkt Infos und können Belegungen schwer vornehmen.
  • Umfang des Datenabflusses ist unklar – Ermittlungen zu Schadsoftware laufen.
  • PH richtet Krisenstab ein und koordiniert mit HSZ-BW; Uni Freiburg ist nicht betroffen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

An der Pädagogischen Hochschule in Freiburg herrscht seit Anfang der Woche wieder Hochbetrieb. Zahlreiche Erstsemester treffen sich auf dem Campus im Stadtteil Littenweiler, um alle wichtigen Informationen vor dem Semesterstart zu bekommen. Allerdings: Derzeit können längst nicht alle Fragen beantwortet werden.

Grund dafür ist ein Hackerangriff aus der vergangenen Woche beim Hochschulservicezentrum Baden-Württemberg (HSZ‑BW). Die Einrichtung in Reutlingen stellt eigenen Aussagen zufolge „IT-Dienste für die nichtuniversitären Hochschulen und Kunst- und Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg“ bereit – unter anderem auch für die PH Freiburg.

Zentrale IT-Bereiche der PH sind betroffen

Auf ihrer Homepage informierte die Freiburger Hochschule darüber, dass „derzeit erhebliche Teile unserer Geschäftsprozesse beeinträchtigt“ seien. „Zentrale IT-Anwendungen in den Bereichen Studium, Personal und Finanzen“ sind demnach betroffen.

So können etwa Erstsemesterstudierende in der laufenden Beratungswoche derzeit nur eingeschränkt auf Informationen und Belegungsmöglichkeiten für ihr Studium zugreifen. Außerdem „können derzeit unter anderem keine Auskünfte über Studierendenzahlen gegeben und keine Leistungen erfasst werden“, schreibt die PH auf ihrer Homepage.

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Beim Hochschulservicezentrum in Reutlingen untersuchen derweil Spezialisten die angegriffenen Systeme. „Nach aktuellem Stand haben Angreifer Schadsoftware ins Netzwerk eingeschleust und sich so Zugang zu Daten verschafft. In welchem Umfang Daten abgezogen wurden, ist derzeit Gegenstand der Untersuchungen“, teilt das HSZ auf einer Notfallseite mit.

Verwirrung bei den Erstsemestern in Freiburg

Klar, dass der Hackangriff auch bei den Erstsemestern, die derzeit in der Beratungswoche eigentlich die Systeme kennenlernen sollen, der PH Freiburg Thema ist. Bei vielen Studierenden herrscht Verwirrung. Wie lange diese Verwirrung noch anhalten wird, ist unklar. Das genaue Ausmaß der Störung und die Dauer sind derzeit noch nicht absehbar.

Cyberangriff: Ein Mann sitzt am Rechner und tippt auf einer Tastatur. (Symbolbild) (zu dpa: «Hochschulservicezentrum: Cyberangriff festgestellt»)

Ein Cyberangriff auf das Hochschulservicezentrum in Reutlingen sogrt derzeit auch an der PH Freiburg für Probleme.

Nicolas Armer/dpa

„Die Pädagogische Hochschule Freiburg nimmt die Lage sehr ernst und hat einen Krisenstab einberufen. Dieser koordiniert das weitere Vorgehen und steht in engem Austausch mit dem HSZ-BW sowie weiteren betroffenen Hochschulen“, heißt es auf der Hochschul-Homepage. Auch weitere Pädagogische Hochschulen in Baden-Württemberg  (unter anderem Karlsruhe, Heidelberg und Ludwigsburg) sind eigenen Aussagen zufolge betroffen.

Abschließend wendet sich die PH, die am Donnerstagmorgen zudem ein FAQ für Mitarbeiter veröffentlicht hat, an die Studierenden und die Hochschul-Angestellten: „Wir wissen, dass die Situation Ihren Arbeits- und Studienalltag erheblich erschwert. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung, Geduld und Flexibilität.“

Keine Auswirkungen bei der Universität Freiburg

Nicht direkt von dem Cyberangriff in Reutlingen betroffen ist dagegen die Universität Freiburg. Zwar stehe man in „einem engen fachlichen Austausch mit dem Hochschulservicezentrum (HSZ) in Reutlingen“, heißt es von der Uni.

Und weiter: „Die Universität Freiburg bezieht jedoch keine technischen Dienste vom HSZ. Entscheidend für die Einschätzung der Lage ist, dass keine Daten der Universität Freiburg über die Rechensysteme des Hochschulzentrums geleitet oder dort gespeichert werden“, schreibt die Hochschule. „Ein direkter Einfluss des Angriffs auf unsere internen Datenbestände ist somit nicht gegeben.“