Letzte Reise blieb unerfüllt: Familie aus Donaueschingen verliert Mutter nach schwerer Krebserkrankung

Der Albtraum begann am 31. Oktober 2025, als Angelika Tritschler-Nicklaus einen schweren Schlaganfall erlitt.
Melissa Nicklaus- Familie aus Donaueschingen: Mutter starb vor geplanter letzter Reise mit Kindern.
- Spendenaktion startete Ende Mai für eine Wohnmobil-Weltreise, um Erinnerungen zu schaffen.
- Zustand der 63-Jährigen verschlechterte sich stark – sie wollte zu Hause friedlich sterben.
- Abschied kam plötzlich, Tochter beklagt verpasste Lebensmomente wie Hochzeit und erstes Kind.
- Zweck der Spenden änderte sich: Unterstützung für Bestattungskosten wie Krematorium und Sarg.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nachdem bei ihrer Mutter unheilbarer Lungenkrebs diagnostiziert worden war, starteten Melissa Nicklaus aus Donaueschingen und ihre Geschwister Ende Mai eine Spendenaktion, um ihren Eltern die letzte große Reise als Familie zu ermöglichen. „Wir möchten unseren Eltern eine Weltreise im Wohnmobil schenken. Nicht wegen des Luxus, sondern um noch weitere gemeinsame Erinnerungen zu schaffen, solange es noch möglich ist“, schrieb Nicklaus auf der Plattform GoFundMe.
Ursprünglich war geplant, eine Kiste für die Übergabe zu besorgen, in der ein Brief von allen Kindern, das gespendete Geld und eine Liste der Spender aufbewahrt werden sollten. Doch dann kam Ende Juli der erschütternde Moment, vor dem Melissa und ihre Familie sich gefürchtet hatten: Die Mutter Angelika Tritschler-Nicklaus hatte den langen Kampf gegen den Krebs verloren. „Sie ist von uns gegangen, bevor wir ihr diesen Wunsch noch erfüllen konnten. Das schmerzt uns bis heute“, bedauert Nicklaus im Spendenaufruf mit Blick auf die Reise-Überraschung.
Zustand der Mutter verschlechterte sich
Im Gespräch mit unserer Redaktion schildert die 22-Jährige, wie sehr sich der Zustand ihrer Mutter in den letzten Wochen vor ihrem Tod verschlechtert hatte. „Sie konnte nicht mehr laufen, ihre Beine waren stark angeschwollen und sie benötigte immer mehr Unterstützung und Sauerstoff.“ Schon davor war die Mutter von fünf Kindern auf Sauerstoff angewiesen und konnte nicht länger als zehn Minuten zu Fuß gehen, bevor sie den Rollstuhl benutzen musste.
„Bei einem Krankenhausbesuch stellte sich dann heraus, dass sie Wasser im Herzen hatte.“ Zu diesem Zeitpunkt stand dann für die Mutter von fünf Kindern vor allem eins fest: Sie wollte zu Hause bei ihrer Familie friedlich sterben. Die Familie organisierte also alles, damit dieser letzte Wunsch erfüllt werden konnte. Auch zu Hause wurde alles gemütlich eingerichtet, mit einem Kissenlager auf dem Sofa, damit die 63-Jährige besser sitzen und atmen konnte. „Als sie da lag, habe ich noch viel mit ihr gesprochen. Ich habe ihr gesagt, was sie für eine tolle Mama war und dass ich stolz auf sie bin“, verrät Nicklaus.
Auch ihr Mann, der seit ihrem 17. Lebensjahr an ihrer Seite war, stand ihr auch in dieser schwierigen Zeit bis zum letzten Moment stets bei. „Mein Papa hat ihre letzten Atemzüge mitbekommen.“
„Meine Mama wird nicht auf meiner Hochzeit dabei sein“
Und obwohl der Gedanke, dass die Mutter nicht ewig leben würde, immer präsent war, kam für die Familie der Abschied doch zu plötzlich. „Meine Mama wird nicht auf meiner Hochzeit dabei sein, und auch nicht, wenn ich mein erstes Kind bekomme. Das sind Ereignisse, bei denen eine Mama dabei sein sollte“, bringt Nicklaus mit gebrochener Stimme hervor. „Und als der Bestatter herauskam, hat man richtig gemerkt, wie leer dieses Haus auf einmal war.“
In dieser schwierigen Zeit kommt auch noch die plötzliche finanzielle Belastung hinzu. „Man hat gar keine Zeit zum Trauern. Da kommen so viele bürokratische und finanzielle auf einen zu.“
So hat sich aufgrund der aktuellen Situation der Zweck des Spendenaufrufs der Familie geändert. Er soll nun als Unterstützung dienen, um die zahlreichen unerwarteten Kosten zu decken, die noch auf sie zukommen werden. „Krematorium, Sarg und allgemein die Bestattung. Ich habe nicht gedacht, dass das alles so teuer ist“, erstaunt die 22-Jährige.
Spendenaufruf
„Wir möchten unseren Eltern eine gemeinsame Weltreise mit dem Wohnmobil ermöglichen – zusammen als Familie, mit unseren Hunden und meinem Bruder. Nicht wegen Luxus, sondern um noch gemeinsame Erinnerungen zu schaffen, solange es möglich ist. Jede Spende hilft uns dabei, diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Und selbst wenn jemand nicht spenden kann, hilft auch jedes Teilen von Herzen weiter“, schreibt Nicklaus auf der Spendenplattform.
Mehr Informationen unter www.gofundme.com/eine-letzte-groe-reise-fur-unsere-mama
