Verkaufsoffener Feiertag: So schön ist der Calwer Herbstzauber

Einfach zauberhaft ist die jahreszeitliche Deko beim Calwer Herbst.
Verena Parage„Ist das schön dekoriert“, sagt eine Frau, als sie am Sonntag am unteren Marktbrunnen vorbeiläuft. Doch nicht nur dort gibt es Kürbisse, mit Erika bepflanzte Körbe und farbenfrohe Chrysanthemen zu entdecken. Die Calwer Innenstadt hat sich an vielen Ecken herausgeputzt für den Herbstzauber mit verkaufsoffenem Feiertag des Calwer Gewerbevereins. Und vor allem: Sie ist voller Menschen, die von Stand zu Stand schlendern. Kunsthandwerk, Foodtrucks, Spiele und ein Karussell für Kinder, einen Hofladen in einem ehemaligen Linienbus, über die Innenstadt verteilte Flohmarktstände, die Angebote in den Läden und die lokale Gastronomie; all das bietet der Calwer Herbstzauber.
Citymanagerin Carmela Castiglione, die beiden Vorsitzenden des Gewerbevereins, Jürgen Ott und Nicolai Stotz, und ihr Kollege Frank Mikolajczak, der Fachgruppensprecher Handwerk im Verein, sind entsprechend zufrieden am Sonntagnachmittag. Die ganze Woche hätten sie wegen des Wetters gezittert, berichtet Ott. Aber nun sei es wie immer am 3. Oktober, meint Mikolajczak. Nämlich gut.
Viele ehrenamtliche Helfer bringen sich ein
Der Tag der deutschen Einheit hat sich in Calw längst als verkaufsoffener Feiertag etabliert. Und nicht nur viele Bürger, sondern auch viele Besucher von außerhalb kommen dafür in die Hesse-Stadt, wie die Verantwortlichen erfreut beobachten. Sie schätzen, dass, wie erhofft, 10 000 Besucher in der Innenstadt unterwegs sind. Und von denen, berichtet Jürgen Ott, gibt es sehr positive Rückmeldungen.
Carmela Castiglione freut sich nicht nur über die vielen Besucher, sondern auch darüber, dass die auch neue Händler mit dabei sind. An einem Stand gebe es sogar veganes Essen.

Auch Line Dance gab es zu erleben.
Foto: Verena ParageDer Herbstzauber ist eine Gemeinschaftsaufgabe, das klingt heraus, wenn die vier erzählen. Ein zwölfköpfiges Team vom Gewerbeverein samt der Citymanagerin ist seit dem frühen Morgen an der Arbeit. Viele weitere ehrenamtliche Helfer bringen sich ein. Und Nicolai Stotz sagt: „Ich bin begeistert, wie viele Geschäfte offen haben.“
Lediglich der Auftakt am Donnerstagabend mit dem Marktplatzfest verlief holpriger als gewünscht. Das könnte an den niedrigen Temperaturen, aber auch an zu wenig Werbung gelegen haben, meint Jürgen Ott. Es war die erst zweite Auflage der Veranstaltung, doch der Co-Vorsitzende des Gewerbevereins könnte sich gut vorstellen, dass das Fest am Vorabend ein regelmäßiger Bestandteil des verkaufsoffenen Feiertags wird.