Verdi-Kundgebung in Calw: Mehr Geld: ZfP-Mitarbeiter demonstrieren auf dem Marktplatz

Mitarbeiter des ZfP in Calw-Hirsau legen ihre Arbeit nieder und kommen zu einer Kundgebung auf dem Calwer Marktplatz.
Verena ParageWieder Streik am ZfP: Die Gewerkschaft Verdi hat für Montag, 26. Januar, zu einem Streik am Zentrum für Psychiatrie Nordschwarzwald in Calw-Hirsau (ZfP) aufgerufen. Die Einrichtung war bereits am 21. Januar bestreikt worden.
Dem Aufruf für Montag folgen nach Angaben der Gewerkschaft rund 120 Beschäftigte. Dieses Mal findet die Kundgebung nicht auf dem Klinikgelände in Hirsau, sondern auf dem Calwer Marktplatz statt. Sie dauert bis etwa 13 Uhr. Hintergrund sind die Tarif- und Besoldungsverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder. Die nächste Verhandlungsrunde soll Mitte Februar stattfinden. Verdi fordert unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt im Monat, mindestens aber 300 Euro zusätzlich.

Bei der Kundgebung
Foto: Verena ParageInfolge des Streiks sei die ZfP-Tagesklinik geschlossen, und es stehe lediglich ein Notdienst zur Verfügung. Neben den Mitarbeitern aus Hirsau beteiligt sich Personal aus den zugehörigen Dienststellen wie Leonberg und Böblingen, erklärt Gregor Breuninger, bei Verdi Mittelbaden/Nordschwarzwald zuständig fürs ZfP. An der Aktion auf dem Gelände des Klinikums hatten sich am 21. Januar etwa 100 Streikende beteiligt, berichtet er.
Auszubildende sollen am Donnerstag Arbeit niederlegen
Für Donnerstag, 29. Januar, ruft die Gewerkschaft junge Mitarbeiter – Auszubildende und studentisch Beschäftigte – dazu auf, die Arbeit erneut niederzulegen. Nicht nur am ZfP Calw, sondern deutschlandweit im öffentlichen Dienst der Länder.
Für Nachwuchskräfte fordert Verdi 200 Euro mehr Geld pro Monat und eine unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung. Und studentisch Beschäftigte sollen „ordentlich tarifiert werden“, erklärt Gregor Breuninger.