Störung an Fledermaus-Technik behoben: Hesse-Bahn darf wieder schnell fahren – ab Samstag gilt üblicher Fahrplan

Ab diesem Samstag, 5. September, verkehren die Züge der Hermann-Hesse-Bahn wieder mit ihrer üblichen Geschwindigkeit.
Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn / Frank von Meißner- Hesse-Bahn fährt ab Samstag, 5. September, wieder nach regulärem Fahrplan.
- Vergrämungstechnik für Fledermäuse repariert – Züge wieder in üblicher Geschwindigkeit.
- Bauarbeiten an der Strecke endeten am 4. September, Busersatzverkehr ist eingestellt.
- Zuvor gab es Tempo 30, Ausfälle und Verspätungen zwischen Calw und Weil der Stadt.
- Zweckverband entschuldigt sich und kündigt stabile Betriebsabläufe an.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Erst war es kein Glück, dann kam auch noch das Pech dazu: Fahrgäste der Hesse-Bahn hatten seit Mitte August zeitweise wenig zu lachen.
Einerseits hatten diverse Arbeiten an der Strecke – unter anderem an Tunneln und der Vegetation – seit dem 16. August dafür gesorgt, dass der Betriebsschluss, außer an den Wochenenden, auf 20 Uhr vorgezogen werden musste.
Fahrzeiten verlängerten sich, Fahrbetrieb wurde eingeschränkt
Zwischen Calw und Weil der Stadt verkehrten seitdem Ersatzbusse.
Andererseits kam ab dem 21. August zudem eine Störung an der Vergrämungstechnik hinzu, die die Fledermäuse aus den beiden Bestandstunneln bei Hirsau und Althengstett fernhalten soll.
Die Folge: Die Fahrzeiten verlängerten sich, der Fahrbetrieb wurde eingeschränkt. Grund dafür waren die strengen Auflagen in Sachen Artenschutz, unter denen der Zug überhaupt den vollen Betrieb aufnehmen durfte.
Mit Tempo 30 ist Halbstundentakt ausgeschlossen
Verhindert die Technik nicht, dass die Fledermäuse in die Bahnkammern fliegen und dort mit Zügen kollidieren, bleibt nur noch ein verringertes Tempo von 30 Kilometern pro Stunde, um die geflügelten Säugetiere zu schützen.
Mit dieser Geschwindigkeit war die Bahn im Bereich der Tunnel bis Mitte Juni dieses Jahres unterwegs gewesen. Erst zu diesem Zeitpunkt war die Wirksamkeit der Vergrämung ausreichend sicher nachgewiesen worden.
Doch mit Tempo 30 ist ein Halbstundentakt im Fahrplan ausgeschlossen. Und so verkehrte der Zug zunächst ab 18 Uhr und bis Betriebsschluss nur im Stundentakt, Züge zwischen Weil der Stadt und Renningen entfielen. Dieselben Regelungen galten ab Betriebsbeginn und bis 8 Uhr am Morgen.
Ab dem 26. August pendelte sich das Ganze etwas ein; ab 18 Uhr bis Betriebsschluss fuhr die Hesse-Bahn wieder im 30-Minuten-Takt zwischen Calw und Weil der Stadt. Bis 8 Uhr fielen nur noch einzelne Züge aus. Ab 20 Uhr galt weiter der Busersatzverkehr.
Und: Zwischen 18 Uhr und 8 Uhr morgens und abends kam es zu Verspätungen von rund fünf bis zehn Minuten.
Die Vergrämungstechnik wurde indes repariert und intensiv getestet. Offenbar mit Erfolg.
Züge verkehren mit ihrer üblichen Geschwindigkeit
Wie der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn am Freitagnachmittag mitteilte, darf die Langsamfahrt im Bereich der beiden Tunnel zum 5. September wieder aufgehoben werden.
Ab diesem Samstag verkehren die Züge wieder mit ihrer üblichen Geschwindigkeit. Die Einschränkungen sowie die Verspätungen sind damit Geschichte.
Da zudem die umfangreichen Bauarbeiten an der Strecke planmäßig zum 4. September fertig wurden, ist nun auch der abendliche Schienenersatzverkehr mit Bussen eingestellt. Die Hesse-Bahn fährt also wieder wie gewohnt.
„Wir möchten uns entschuldigen“
„Wir wissen, dass die baulichen Anpassungen, technischen Hürden und folglich temporären Einschränkungen im Betrieb der Hermann-Hesse-Bahn in der jüngeren Vergangenheit mit Unannehmlichkeiten für unsere Fahrgäste verbunden waren. Hierfür möchten wir uns entschuldigen“, so Frank von Meißner, Geschäftsführer des Zweckverbands Hermann-Hesse-Bahn. „Umso mehr freuen wir uns nun für und mit unseren Fahrgästen, dass wir zum regulären Betrieb zurückkehren können.“
Aktuelle Informationen, unter anderem zum Fahrplan, stehen unter www.hermann-hesse-bahn.de im Bereich „Fahrplan & Mitfahren“ bereit.
