Achtung, Fahrplanänderung!
: Fledermaus-Technik gestört – Calws Hesse-Bahn muss langsam fahren

Der Natur- und Artenschutz lässt nichts anderes zu: Weil die Technik der Fledermausvergrämung nicht richtig funktioniert, muss die Hesse-Bahn in den Bestandstunneln bremsen. Das wirkt sich auf den Fahrplan aus.
Von
Ralf Klormann
Kreis Calw
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Seit Januar ist die Hermann-Hesse-Bahn in Betrieb. Auch in Althengstett hält sie. An der Haltestelle werden derzeit die letzten Arbeiten fertiggestellt.

Seit Januar ist die Hermann-Hesse-Bahn in Betrieb. Auch in Althengstett hält sie. Wegen einer technischen Störung wird der Fahrplan bis auf Weiteres eingeschränkt.

Thomas Fritsch
  • Hesse-Bahn bremst in zwei Tunneln, da die Fledermausvergrämung gestört ist.
  • Seit 21. August 2026 gilt dort Langsamfahrt mit 30 km/h – Fahrzeiten verlängern sich.
  • Folge: Ab 18 Uhr bis Betriebsschluss sowie bis 8 Uhr nur Stundentakt.
  • Züge zwischen Weil der Stadt und Renningen fallen in diesen Zeiten aus.
  • Zwischen 8 und 18 Uhr gilt der normale Fahrplan, Dauer des Notfahrplans ist offen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Diese Mitteilung dürfte viele Fahrgäste der Hesse-Bahn nicht gerade freuen: „Wegen einer Störung an der Technik der Fledermausvergrämung dürfen wir seit 21. August 2026 in beiden Fledermaustunnels nur noch mit Langsamfahrt fahren“, heißt es seit dem späten Freitagnachmittag auf der Internetseite der Hesse-Bahn unter dem Menüpunkt „Fahrplan und Mitfahren“.

Die Folge: Die Fahrzeiten verlängern sich. Der Fahrbetrieb muss eingeschränkt werden.

Vergrämungstechnik schützt die Tiere

Hintergrund der Maßnahme sind die strengen Artenschutzauflagen, unter denen der Zug, der zwischen Calw und Renningen verkehrt, überhaupt den vollen Betrieb aufnehmen durfte.

Denn die Vergrämungstechnik an den Ein- und Ausgängen der Bestandstunnel bei Hirsau und Althengstett verhindert, dass die nacht- und dämmerungsaktiven Fledermäuse in die Bahnkammern fliegen und dort mit Zügen kollidieren.

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Halbstundentakt ist so ausgeschlossen

Fällt diese Technik aus, bleibt noch ein verringertes Tempo von 30 Kilometern pro Stunde, um die Tiere zu schützen. Mit dieser Geschwindigkeit war die Bahn im Bereich der Tunnel bis Mitte Juni dieses Jahres unterwegs gewesen. Erst zu diesem Zeitpunkt war die Wirksamkeit der Vergrämung ausreichend sicher nachgewiesen worden.

Das Problem daran: Mit Tempo 30 ist ein Halbstundentakt im Fahrplan ausgeschlossen.

Unklar, wie lange Notfahrplan gilt

Ab 18 Uhr und bis Betriebsschluss fährt der Zug nun nur im Stundentakt. Die Züge zwischen Weil der Stadt und Renningen entfallen. Dieselbe Regelung gilt ab Betriebsbeginn und bis 8 Uhr am Morgen. Zwischen 8 und 18 Uhr gilt der normale Fahrplan.

„Wir wissen leider noch nicht, wie lange dieser Notfahrplan gilt“, heißt es dazu auf der Seite der Hesse-Bahn. Und: „Entschuldigung für die kurzfristige Einschränkung!“