Steuerung defekt: Heizung in Wildberger Stadthalle landet spontan auf der Tagesordnung

Ausnahmsweise war die Gemeinderatssitzung in der Stadthalle – und die wurde auch gleich Thema.
JansenDie Gemeinderatssitzung in Wildberg startete mit einem Punkt, der nicht auf der Tagesordnung stand: Der Heizung in der Stadthalle. Ausnahmsweise fand die Sitzung wegen des erwarteten und tatsächlichen Besucherandrangs dort statt anstelle im Rathaus, wo der Gemeinderat sonst im Bürgersaal tagt. Die Stadträte merkten schnell: Hier stimmen die Temperaturen nicht so recht – es war ziemlich warm in der Halle.
Das der Eindruck nicht trog, bestätigte Bürgermeister Ulrich Bünger gleich zu Anfang der Sitzung: Die Steuerungstechnik der Heizung ist in die Jahre gekommen. Deshalb bat die Verwaltung den Gemeinderat um die Zustimmung, 40.000 Euro in eine neue Steuerung zu investieren.
Arthur Sadlers erklärte, dass die Heizung schon seit mehreren Jahren im Blick sei, nun werde aber das Risiko zu groß, dass es zu einem Totalausfall komme. „Die Heizanlage dient auch noch der Grundschule“, erklärte er weiter, damit sei diese auch direkt mit dem Unterricht verknüpft.
Mit einer neuen Steuerung sei auch eine Energieersparnis zu erwarten, so dass sich die Investition dauerhaft amortisieren werde. Amortisation bedeutet, dass zwar Geld investiert wird, aber dieses durch die Investition selbst wieder eingenommen werden kann.
Keine Steuerung von der Stange
Sadlers erläuterte, dass die entsprechend Steuerung für die recht alte Heizung „nicht von der Stange gekauft werden“ könne, sondern extra angefertigt werden müsse.
Der Sulzer Ortsvorsteher und Stadtrat Rolf Dittus von den Freien Wählern wollte wissen, wie alt die Heizungsanlage ist. „Oder müssen wir uns über eine komplett neue Heizungsanlage Gedanken machen?“, fragte er.
Sadlers sprach sich für die Reparatur der Steuerung aus. „Die Heizungsanlage selbst wird es unter Umständen auch noch die nächsten zehn Jahre schaffen“, meinte er.
Außerdem sei die Planung für das Zentrum Unterstadt noch nicht verlässlich, weswegen diese Übergangslösung empfehlenswert sei. Die Stadthalle liegt mitten im Sanierungsgebiet „Zentrum Unterstadt“. Der Einbau der neuen Steuerung werde voraussichtlich in den Pfingst- oder Sommerferien stattfinden, kündigte Sadlers weiter an.
„Uns bleibt wahrscheinlich nichts anderes übrig“
Bürgermeister Ulrich Bünger meinte mit Blick auf die defekte Heizungssteuerung und eine Reparatur dieser: „Uns bleibt uns wahrscheinlich nichts anderes übrig.“
Schlussendlich bewilligte der Gemeinderat der Verwaltung die Mittel, um die Heizungsanlage in der Stadthalle zu reparieren und die Gemeinderatssitzung konnte mit der geplanten Tagesordnung beginnen.