Gemeinderat in Altensteig: Warum sich eine Stadträtin beim Spielberger Fußweg für befangen erklärt

Vom Riegelwiesen aus sollte eigentlich noch ein Fußweg zur Luisenstraße hin gebaut werden.
Wiebke JansenDas Baugebiet an der Schwarzwaldstraße und Johannesstraße in Spielberg ist nahezu vollständig bebaut und vergeben. Nun gab es eine kleine Planänderung.
„Wir hatten im östlichen Bereich einen Fußweg geplant“, berichtete Bauamtsleiterin Nadine Hentschel, also eine Verbindung zwischen dem Riegelwiesen und der Luisenstraße. Nun sei das Gebiet jedoch vollständig erschlossen und nahezu vollständig bebaut. Damit sei der Weg eigentlich nicht mehr nötig. Der Gemeinderat sollte nun darüber beraten und abstimmen, ob dieser geplante Weg verworfen wird.
Ursprünglich hatte der Weg aus Kostengründen auf sich warten lassen, machte Hentschel klar. Noch seien nicht alle Grundstücke verkauft, die Fläche, die eigentlich für den Weg geplant war, könnte diesen zugeschlagen werden und damit beim Verkauf ein Mehrerlös erzielt werden. Sie schlug vor: „dass wir die Vermessung veranlassen und dann den Grundstücken zuschlagen.“
FBV-Stadtrat und Spielberger Ortsvorsteher Werner Koch berichtete, dass die Anwohner direkt zum Ortskern gelangen könnten. Ein weiterer Weg „wäre doppelt-gemoppelt.“ Er sprach sich für die Änderung aus.
Ellen Freudmann-Habel erklärt sich für befangen
Stadträtin Ellen Freudmann-Habel von der CDU, die selbst in diesem Gebiet lebt, berichtet aus ihrer Erfahrung: „Ich bin direkte Anwohnerin, mein Grundstück grenzt direkt an diesen Weg, die Leute, die im Neubaugebiet leben, nehmen den Weg über die Johannesstraße sehr gut an.“
Da sie selbst Anwohnerin ist, erklärte sie sich bei der Abstimmung für befangen und nahm an dieser nicht teil. Die anderen Stadträte stimmten einstimmig für die Rücknahme des Plans.