Musical in Zillhausen
: Wer ist schuld an Müll und Untreue?

Gott und die Welt – damit haben sich Kinder in den Fasnetsferien beschäftigt. Das Ergebnis: ein kunterbuntes und tiefgründiges Musical. Und Spenden wurde auch gesammelt.
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(red/pm)
Oberndorf
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Das Ergebnis des Ferienprogramms in Zillhausen: ein Musical über Gott und die Welt.

Luppold

Szenen von vier gemeinsamen Tagen – in einer Bildershow für die Besucher zum Nacherleben dargeboten – vollgepackt mit Singen, Tanzen, Spiel, Essen, Freizeit und Üben und alles mit sichtlich viel Spaß: Das begrüßte die gut 300 Besucher der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Zillhausen zu Beginn des Abends.

Anlass war die Aufführung des Junior-Musicals „Die Schöpfung – wunderbar gemacht?!“. Dieses war als Fasnetsferien-Programm von 68 Kindern im Alter von acht bis 14 Jahren unter Anleitung von Mitarbeitern der Gemeinde eingeübt worden. Freiwillige Spenden werden an eine Aktion der EBM Indien für mangelernährte Kinder und ihre Mütter weitergeleitet.

„Wer hat sich das ausgedacht?“

Das Ergebnis war eine fröhliche Darbietung, mit witzigen Gags durchsetzt und vor Leben und Farben sprühend. Immer wieder spendet das Publikum spontan Beifall. Die Liedtexte und begleitenden Theaterszenen betonen die Vielfalt und Großartigkeit der Schöpfung und regen zum Staunen an: „Wer hat sich das ausgedacht? … Unser Schöpfer, er hat dich gemacht! Einzigartig großartig hat er sich das ausgedacht.“ Großartig waren auch der Chor, der durchweg alles auswendig vortrug, die Solosänger, die Tänzerinnen und die Schauspieler. Chorleiterin Angelika Bräuer lobte die Akteure am Schluss: „So gut hat es bei keiner Probe geklappt!“

„Du bist schuld! Du warst es!“

Inhaltlich wird in dem Stück aber keine heile Welt vorgegaukelt. In einigen Songs werden auch heutige Probleme benannt: Müll, zerstörtes Leben, Untreue. Der Grund? Unzufriedenheit und Gier verhindern eine Bewahrung der Erde. Die Folge davon sind Nöte, Wut, Gewalt und Angst. Und wer ist daran schuld? Die beliebte Antwort, wie schon im biblischen Bericht vom Sündenfall im Paradies: „Du bist schuld! Du warst es!“ Aber gegen das Leugnen der eigenen Verantwortung singt der Chor: „So wollen wir nicht leben! Wir wollen was bewegen.“

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„Zeig, was in Dir steckt!“

Das Musical endet mit einer positiven Botschaft: „So sehr hat Gott die Welt geliebt“, dass er sie nicht aufgibt. Auch wenn man sich „klein wie ein Wurm“ fühlt, gilt: „Gott hat so viel in dich hineingelegt. Zeig, was in dir steckt.“ Und so singen die Kinder auch vom Mutig sein, vom Einstehen für andere und von gegenseitiger Beachtung und Freundlichkeit.