Love and Peace in Melchingen
: Auftritt in der Burgruine steht kurz bevor – hält das Wetter?

Zum 22. Mal tritt der Mössinger Chor „molto vocalis“ beim Open-Air-Konzert in der Burgruine Hohenmelchingen auf. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Von
Cornelius Eyckeler
Oberndorf
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Der Chor „molto vocalis“ bei einem Auftritt in der Burgruine

molto vocalis

Seit über 20 Jahren verwandelt sich die alte Burgruine Hohenmelchingen an einem Wochenende im Sommer in den „schönsten Konzertsaal der Alb“. Immer dann, wenn der Chor „molto vocalis“ dort unter freiem Himmel auftritt. Am Wochenende ist es wieder so weit.

Der Konzertchor aus Mössingen gibt am Samstag, 19. Juli, und Sonntag, 20. Juli, sein nunmehr 22. Open-Air-Konzert in den alten Mauern. Das Motto „Love and Peace“ ist zwei Titeln entnommen, für die Ex-Beatle John Lennon verantwortlich ist. „All you need is love“ und „Give peace a chance“.

Live-Band begleitet den Chor

„Wir sind kein politischer Chor, aber wir sind ein Chor mit Tiefgang und wollen dies auch bei unseren Auftritten demonstrieren“, sagt Chorleiter Ronald Hirrle im Gespräch mit unserer Redaktion wenige Tage vor dem großen Wochenende.

Unter seiner Leitung erklingen neben Titeln der „fab four“ aus Liverpool auch Stücke von Adele, Jennifer Rush, Enya, Meat Loaf, Ed Sheeran und Billy Joel. Begleitet wird der 30-köpfige Chor wie in jedem Jahr von einer Live-Band mit Edgar Müller (Piano), Bernd Huber (E-Gitarre), Daniel Pommranz (Bass) und Joachim Gröschel (Schlagzeug). Die Moderation übernimmt Uwe Braun-Dietz.

„molto vocalis“ widmen sich nicht nur klassischen Rock- und Popsongs. Im Repertoire befinden sich auch klassische Werke, Opern und Musicals. Vergangenes Jahr etwa führten die Musiker Teile des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach in Mössingen auf.

Ambiente entschädigt für alles

Seit Ostern steckt Chorleiter Hirrle und seine Sängerinnen und Sänger in den Vorbereitungen für den Auftritt in der Burgruine Hohenmelchingen.

Im Gespräch fragten wir den Musiker, was diesen Auftritt so besonders macht. „Jeder Auftritt unter freiem Himmel ist in gewisserweise undankbar für einen Chor. Die gewohnte Akustik einer Kirche oder eines Konzertsaals ist hier nicht gegeben“, verrät Hirrle. Es gebe lediglich einen Soundcheck am Samstag, da könne man natürlich nicht mehr alles proben, berichtet er weiter von den vielen Herausforderungen.

Aber, betont er: „Das alles wird durch das einzigartige Ambiente an diesen beiden Abenden wettgemacht. Wenn der Mond scheint, Fledermäuse über die Ruine fliegen und das Bauwerk in tolles Licht gehüllt ist, entsteht eine gigantische Atmosphäre“, schwärmt Hirrle.

Daumen drücken heißt es nun allerdings in Sachen Wetter. In den vergangenen Jahren machte das Wetter den Musikern teils einen Strich durch die Rechnung.

Hirrle: immer ein Zittern und Bangen

„Am Freitagabend entscheiden wir, ob wir final aufbauen oder ausweichen müssen“, kündigt der Musiker an. Sollte schlechtes Wetter einen Auftritt unmöglich machen, dann würde der Chor nur am Samstag auftreten – und zwar in der Melchinger Gemeindehalle.

„Das wollen wir aber nicht hoffen. Natürlich ist das immer ein Zittern und Bangen, aber wir sind zuversichtlich, dass das Wetter mitmacht und wir einen unvergessliches Wochenende vor uns haben“, so der Chorleiter.

Am Samstag ist der Beginn um 20.30 Uhr, am Sonntag um 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 18 Euro, Schüler und Studierende zahlen acht Euro.

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