Die Melchinger Ruine wurde einmal mehr zu einem Konzertsaal. Der Chor „molto vocalis“ trat auf vor einer idyllischen Kulisse. Nur das Wetter machte nicht ganz mit.
Die alte Burgruine Hohenmelchingen ist kürzlich in neuem Glanz erstrahlt und verwandelte sich in einen magischen Ort. Bereits zum 20. Mal fand das Sommer-Open-Air von „Molto Vocalis“ statt, das zahlreiche Musikliebhaber anlockte.
Unter Eschen und Buchen erklangen Klassiker aus Rock und Pop von Adele, Meat Loaf, den Beatles und vielen anderen. Das diesjährige Motto „Summertime“ versprach dabei sommerliche Leichtigkeit und nahm das Publikum mit auf eine Reise zu Sehnsuchtsorten.
Chor „Molto Vocalis“ verzaubert das Publikum
Die pure Freude an der Musik und die einzigartige Atmosphäre dieses Ortes lassen Jahr für Jahr die Melchinger Ruine zu einem Konzertsaal werden. Wenn nach Einbruch der Dunkelheit die Fackeln entzündet werden, entstehen so unvergessliche Momente.
Der Chor „Molto Vocalis“ aus Mössingen verzauberte dabei die Zuschauer zum 20. Mal vor der idyllischen Kulisse. Bei leichtem Sonnenschein und angenehmer frühabendlicher Kühle startete das Konzert vor rund 150 Zuschauern mit dem Song „Hush Little Baby“. Moderator des Abends, Uwe Braun-Dietz, führte mit unterhaltsamen Anekdoten über Liebe und Angst durch den Abend. Sein Humor und eine gelegentliche schwäbische Zunge bereicherten das 20. Sommer Open-Air des Chores in Melchingen.
Alle Anwesenden eint die Liebe zur Musik
Das Konzert stand ganz im Zeichen des Mottos „Summertime“ und bot eine gelungene Mischung aus sommerlicher Leichtigkeit und tiefgründigen Klängen. Der Moderator beschrieb den Abend treffend als: “Wie der Himmel – weit, endlos und voller Sehnsucht.” Im Publikum fanden sich neben treuen Konzertbesuchern auch begeisterte Fans von „Molto Vocalis“ ebenso wie junge Zuschauer. Was alle einte, waren die Liebe zur Musik und das Interesse an einem kulturellen Erlebnis.
Die Stimmen des Konzertchores waren ein Vergnügen und die Vielfalt unterschiedlicher Stimmen sorgte für ein wohliges Gefühl in den Ohren. Schöne Passagen und zahlreiche mehrstimmige Abschnitte rundeten das musikalische Erlebnis ab.
Konzert musste abgebrochen werden
Die Solisten von „Molto Vocalis“ brillierten ebenfalls, wobei Rainer Ulbrich besonders hervorstach, als er gemeinsam mit Ingrid Seidel den Meat Loaf Song „I’d Do Anything for Love“ performte. Der Auftakt dieses Liedes wurde durch seinen Auftritt auf einem Motorrad, das durch die Zuschauerreihen fuhr, zu einem besonderen Highlight.
Leider wurde der Konzertabend nicht so freudig zu Ende gebracht, wie es das Motto versprach. Eine kurzzeitige wetterbedingte Unterbrechung zu Beginn des Konzertes und einsetzender Regen sowie Donner zwangen dazu, das Konzert vorzeitig abzubrechen. Doch der Chor reagierte umgehend und erklärte, dass die Tickets ihre Gültigkeit für den zweiten Konzertabend behalten würden.
Großes Engagement des Chores
Trotz dieser Herausforderung war das 20. Konzert von „Molto Vocalis“ in Hohenmelchingen eine erfolgreiche Bereicherung für Chor und Publikum. Besonders hervorzuheben ist auch das Engagement des Chores, der die gesamten Aufbauarbeiten auf der Ruine selbst stemmt. Teilweise nahmen die Mitglieder sogar Urlaub, um dieses Konzerterlebnis zu ermöglichen.
Chorleiter Roland Hirrle erklärte, dass der Aufbau etwa 4 bis 5 Tage in Anspruch genommen hat und bedauerte, dass die Samstagabend Veranstaltung nicht wie geplant zu Ende geführt werden konnte. Aber der Rückblick auf 20 Jahre Burgruinenkonzert stimmt positiv und so verwundert es nicht, dass es etwa zehn Chormitglieder gibt, die seit Beginn des Melchinger Open-Air dabei sind.