In Schömberg
: „Gewaltiges Echo aus der Bevölkerung“ - Entscheidung zu Spielplatz gefallen

Durchschlagender Erfolg für die Bürgerinitiative, die für den Erhalt des Spielplatzes im Gebiet „Ob Gassen“ gekämpft hat. Ihrem Antrag gab der Schömberger Gemeinderat statt.
Von
Thomas Kost
Oberndorf
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Der Spielplatz „Ob Gassen“ in Schömberg bleibt in seiner ursprünglichen Form erhalten.

Beate Marschal

Rund 550 Unterschriften hatte die Initiative „Pro Spielplatz ob Gassen“ für den Erhalt des Spielplatzes gesammelt und bei der Stadtverwaltung Schömberg einen Einwohnerantrag auf Einstellung des Bebauungsplanverfahrens gestellt, das auf einem Teil des Spielplatzes eine Wohnbebauung ermöglich sollte.

Nach Einschätzung der Stadtverwaltung waren alle Voraussetzungen für die Zulassung des Bürgerantrags erfüllt.

Die rund 550 eingereichten Unterschriften von Einwohnern wurden laut Hauptamtsleiter Joachim Heppler stichprobenartig geprüft, am Erreichen des Quorums von 144 Unterschriften besteht laut ihm kein Zweifel.

Sprenger: Gewaltiges Echo aus der Bevölkerung

Auch Bürgermeister Karl-Josef Sprenger zeigte vom „gewaltigen Echo aus der Bevölkerung“ beeindruckt und empfahl dem Gemeinderat aufgrund dieser „ganz klaren Positionierung“ dem Einwohnerantrag stattzugeben.

Das tat der Schömberger Gemeinderat auch ohne größere Debatte, obwohl es Gemeinderat Daniel Saffrin schade fand, dass man Zeit und Geld in entsprechende Planungen gesteckt hat.

Saffrin: „Der Gemeinderat hat immer gesagt, dass der Spielplatz erhalten werden soll. Leider hat man uns das nicht geglaubt.“

Nachdem das Schömberger Ratsgremium zunächst die Zulässigkeit des Einwohnerantrags formell bestätigt hatte, beschloss es, das Verfahren zur fünften Änderung des Bebauungsplanes „Ob Gassen“ einzustellen und von einer vollständigen oder teilweisen Überplanung des Spielplatzes mit Wohnbebauung abzusehen.

Auftrag: Attraktivität des Spielplatzes steigern

Die Verwaltung soll nun eine Planung für die Verbesserung der Attraktivität des Spielplatzes in „Ob Gassen“ ausarbeiten. Entsprechende Kostenschätzungen sind im Rahmen der Haushaltsplanberatung für 2026 vorzulegen. Dabei sind aus Sicht von Bürgermeister Sprenger aber auch die Antragsteller gefordert; sie sollen hinsichtlich der Beschaffung von Spielgeräten eigene Vorschläge an die Verwaltung richten.

Ein Spielgerät könnte bereits relativ kurzfristig auf der großflächigen Wiese aufgebaut werden. Im Bauhof steht nämlich noch eine im wesentlichen aus Seilen bestehende Kletterpyramide mit dem schönen Namen „Cheops Midi“.

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