Unterschriftenaktion erfolgreich: Schömberger Debatte um Spielplatz hält an

Der in den 90er Jahren über Anlieger-Beiträge finanzierte Spielplatz im Baugebiet „Ob Gassen“ in Schömberg.
Beate MarschalGegen Pläne der Stadtverwaltung, den Bebauungsplan „Ob Gassen“ per Gemeinderatsbeschluss so zu ändern, dass auf dem 20 Hektar großen Gelände eine Bebauung mit zwei Einfamilienhäusern möglich wird, haben sich vor allem Anrainer aus dem Enzianweg quer gestellt.
Sie möchten den dort in den 90er Jahren entstandenen Spielplatz unbedingt erhalten, haben darum eine Bürgerinitiative „Pro Spielplatz Ob Gassen“ gegründet und fleißig Unterschriften gesammelt, um ihr Anliegen zu untermauern und einen Einwohnerantrag (umgangssprachlich Bürgerbegehren) stellen zu können.
Bürgermeister Sprenger erhält 40 Listen mit Unterschriften
Mit Erfolg: Richard Ege, einer der Vertreter der Initiative hat jetzt dem Schömberger Bürgermeister Karl-Josef Sprenger als Fotokopien und in digitaler Form 40 Listen mit Unterschriften von 638 Personen überreicht, die sich für den Erhalt des Spielplatzes aussprechen. Davon sind 566 antragsberechtigte Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Schömberg.
Auch 72 Personen, die nicht in Schömberg wohnen, aber laut der Initiative „gerne mit ihren Kindern oder Enkel den Spielplatz besuchen und Schömberg als familienfreundliche Stadt wahrnehmen“ haben die Aktion mit Unterschriften unterstützt..
Noch wichtiger als die schiere Unterstützerzahl sind aber die Herkunft der Unterschriften unter den Einwohnerantrag. In Schömberg mit seinen rund 4800 Bewohnern müssen ihn mindestens 145 Einwohner aus der Stadt (Schörzingen zählt natürlic auch dazu) unterzeichnen, damit er formgerecht an die Stadtverwaltung gestellt werden kann. Dieses Quorum wurde mit den erwähnten 566 Personen locker erreicht.
Spielplatzfrage kommt im Oktober in den Gemeinderat
Weil die Tagesordnung für die nächste Sitzung am Mittwoch, 17. September, bereits voll ist, wird der Einwohnerantrag auf die Tagesordnung der übernächsten Sitzung des Schömberger Gemeinderates am Mittwoch, 8. Oktober, gesetzt. Dann, so der Plan, soll das Gremium einen Beschluss dazu fassen, das Flurstück mit dem darauf ausgewiesenen Spielplatz nicht für eine künftige Entwicklung von Wohnbauflächen zu überplanen. Außerdem zielt der Antrag auch darauf ab, die Attraktivität des Spielplatzes zu verbessern. Die Verwaltung soll dazu dem Gemeinderat „entsprechende Gestaltungsvorschläge vorlegen.“
In seiner Sitzung am 23. Juli hatte der Schömberger Gemeinderat einen Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplanverfahrens zur Änderung des Bebauungsplanes „Ob Gassen“ noch vertagt.