Ex-Chef erzählt
: Wolfgang Grupp – warum Trigema in Familienbesitz bleiben soll

Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp verrät, was er sich für sein Unternehmen wünscht – und sagt, was seine Kinder Bonita und Wolfgang Grupp junior damit zu tun haben.
Von
Julia Gern
Oberndorf
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Die Unternehmerfamilie hinter Trigema (von links) Wolfgang Grupp junior, Elisabeth Grupp, Wolfgang Grupp und Bonita Grupp.

Bernd Weißbrod/dpa

Trigema mit Sitz in Burladingen ist ein Mittelständler und dennoch weit bekannt – das wiederum liegt vor allem an Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp, der sein Unternehmen Anfang 2024 an seine Kinder Bonita Grupp und Wolfgang Grupp junior übergeben hat.

Warum Trigema unter Grupp nicht noch stärker gewachsen ist, erklärt dieser in seinem Podcast. Es gehe nicht darum, immer größer zu werden: Der Unternehmer sagt, er trage schließlich Verantwortung für Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden.

Ein Kapitalist sei er schon gar nicht. „Wenn ich das wäre, würde ich mich schämen.“

Trigema-Testgeschäfte: „Alles, was ich brauche, das baue ich neu“

Dass die Trigema-Testgeschäfte eher in ländlichen Gebieten liegen, sieht Grupp als gute Entscheidung an. „Man kann mir doch nur sagen: Der hat’s richtig macht mit seinen Entscheidungen, denn den gibt es noch.“

So habe er beispielsweise auch kein Interesse an leer stehenden Filial-Standorten anderer, pleitegegangener Unternehmen. „Alles, was ich brauche, das baue ich neu, nach neuesten Gesichtspunkten.“

Wolfgang Grupp: „so bleiben, wie der Papa auch war“

Der Unternehmer hofft, dass Trigema auch künftig in Familienbesitz bleibt. Über seine Kinder sagt er, er wünsche sich, „dass sie so bleiben, wie der Papa auch war“, dass sie das tun, was er ihnen vorgemacht habe – und „dass sie Trigema nicht verkaufen wollen“.

Letztlich würden sie am Ende wohl zu einer Weltfirma Trigema „wehmütig aufblicken und sagen: Das war mal früher unsere Firma. Leider hat sie jetzt ein anderer groß gemacht.“

Dass er seinen Nachfolgern vertraut, hat Grupp wiederholt betont und sagt auch jetzt: „Meine Kinder machen es selber und das, was sie selber machen, können sie mit Stolz betrachten.“

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