Burladinger Fischerstechen
: „Lauchertnabada“: Hörschwag sticht sie alle aus

Die Vereine von Burladingen-Hörschwag, dem kleinsten Dorf der Fehlastadt Burladingen, bereiten sich auf die Riesengaudi auf ihrem eigenen Flüsschen vor: Der Lauchert.
Von
Erika Rapthel-Kieser
Oberndorf
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In Schieflage geraten ist das „Titanic“-Boot der Feuerwehr beim sechsten Hörschwager Fischerstechen im Jahr 2018. Die Gefährte beim „Lauchertnabaden“ bauen die Teilnehmer stets in Eigenregie – ihrer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Eule

Das Hörschwager „Lauchertnabaden“, also das Fischerstechen, haben die rührigen Hörschwager Vereine im Jahre 2011 zum allerersten Mal veranstaltet. Es passt zu den Hörschwagern, die auf der Oberen Alb berühmt dafür sind, für feucht-fröhliche Scherze jederzeit etwas übrig zu haben. In diesem Jahr findet es am Samstag, 19. Juli, statt.

Erst kam die Arbeit – dann die Gaudi

Damals, vor 14 Jahren, waren es der Narrenverein Spältles-Gucker, der Schützenverein, die Freiwillige Feuerwehr sowie der Sportverein, die die Idee zu der Gaudiveranstaltung hatten, die es andernorts und auf wesentlich größeren Flüssen schon viel länger gibt. Hörschwags Vereine hatten seinerzeit gerade mit viel Eigenarbeit ihr schönes, neues Bürgerhaus, direkt an der Lauchert fertiggestellt – und nach so vielen Stunden ehrenamtlicher Schufterei wollten einige Wohl, wie der Schwabe so überdeutlich sagt, am Bürgerhaus an der Lauchert „die Sau rauslasse“.

Mitbewerber werden teils von ihren Kähnen wahrlich heruntergepiekst

Vorbild war unter anderem die berühmte „Bachnafahrt“, die an jedem Rosenmontag in Schramberg stattfindet. Da fahren dann unter lautem Gegröle und Gejubel von bis zu 30 000 Zuschauern je zwei Personen in bis zu 40 Zubern, also Wäschebottichen, den Bach Berneck hinunter und die Medien berichten mit Fotos, in Film und Farbe über jeden, der dann spektakulär und mit großem Geplantsche, ins Wasser fällt.

Mitbewerber werden „ausgestochen“

Tatsächlich geht es auch beim Lauchertnabaden in Burladingen-Hörschwag nicht nur am Rande des Flüsschens, wo die Bewirtung stattfindet und sich die Gäste kühle Drinks und heiße Rote gönnen, feucht-fröhlich zu. Zuvor reden der Ortsvorsteher Peter Spallinger und der Bürgermeister Davide Licht zum offiziellen Teil und dann werden die Kähne zu Wasser gelassen.

Die Gaudi findet direkt auf der Lauchert statt, wo beim Fischerstechen nicht nur die anderen Mitbewerber ausgestochen werden sollen, sondern teilweise auch von ihren Kähnen regelrecht heruntergepikst werden.

Die Kähne sind Marke Eigenbau

Allerdings sind es nicht Zuber, sondern mit viel Fantasie selbst gebaute Kähne, die da – auch in Zweierbesetzung – die Lauchert „nabade“. Die Veranstaltung beginnt meist um 10 Uhr mit dem Frühschoppen. Anschließend wird ein Mittagstisch geboten und später gibt es Kaffee und Kuchen. Das Rahmenprogramm mit dem „Lauchert nabada“ beginnt um 11 Uhr. Es ist eine Fahrt auf der Lauchert mit selbst gebauten und fantasievollen Wasserfahrzeugen, die von einer Jury bewertet wird.

Kein Wunder, dass sich so mancher „Nabader“ schon Monate vorher beim Bauen des eigenen Kahns so richtig in die Riemen legt, denn einmal zu Wasser gelassen, darf er nur noch Stochern.

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