St. Hedwig Ebingen
: Fast ein Heimspiel für den Klostertaler

Mit Liedern, Geschichten und Instrumentalstücken stimmte Markus Wohlfahrt beim Adventskonzert auf Weihnachten ein.
Von
Horst Schweizer
Oberndorf
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Der Sänger gastierte bereits zum fünften Mal in Ebingen.

Horst Schweizer

„Jetzt fängt für mich Weihnachten an“, meinte eine Besucherin aus Freudenstadt nach dem gemeinsamen „Stille Nacht“ als großem Chor am Montagabend in der mit 260 Besuchern voll besetzten St. Hedwig-Kirche. Das Adventskonzert war seit Wochen ausverkauft.

Diakon Thomas Vogler dankte eingangs seinem Team und dem Klösterle-Verein für dessen Unterstützung. Er sprach von einer besonderen Stimme an diesem Abend, von einer besonderen Atmosphäre vor einem besonderen Fest. Für Markus Wohlfahrt sei dies fast ein Heimspiel, gebe es seit 1982 von St. Hedwig aus enge Verbindungen ins Klostertal, durch das Haus in Klösterle.

Das Gotteshaus war mit drei Christbäumen und Kerzen geschmückt, die große Krippe aufgestellt. Thronend darüber der Engel, welcher die Botschaft der Geburt Jesus verkündete.

„Es ist für mich wie nach Hause zu kommen“

Für Markus Wohlfahrt, bis 2010 Sänger der bekannten „Klostertaler“, war es bereits das fünfte Adventskonzert in Ebingen. „Es ist für mich wie nach Hause kommen“, strahlte er nachdem er mit „Canto del Sole“ oder „Lied der Sonne“ mit dem Flügelhorn in die Kirche eingezogen war.

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Nach „Herz der Erde – Cry with the eagle“ und „Weihnacht, sag mir, warum kann es nicht immer wie Weihnachten sein“ sprang der Funke in die Reihen der Besucher mit dem gemeinsamen „O Tannenbaum“ und „Heidschibumbeidschi“ über. Er komme jedes Mal gerne nach Ebingen, verriet der sympathische Österrreicher. Er spüre in der Vorweihnachtszeit Dankbarkeit und Demut, „weil Weihnachten viel größer ist als alles was war und wir planen können“.

Vor allem seit der Geburt seines Sohns Felix Emanuel vor neun Jahren sehe er Weihnachten noch anders. Er wünscht sich, dass das Kind auf allen Wegen immer wohl behütet ist.

Vor 2000 Jahr sei ein Kind in einer einfachen Krippe zu Welt gekommen, so klein und doch voller Licht, „ein Licht, das bis heute unsere Herzen erhellt“. Dazu passend sang er „Das Fest der Liebe“, welchem er gemeinsam mit dem Publikum „O du fröhliche“, „Alle Jahre wieder“ und „Süßer die Glocken nie klingen“ sowie „Viva Montagna“ folgen ließ.

Wunsch und Lied: „Tausend Jahre Frieden“

Für ihn, so der Entertainer in einer weiteren Geschichte, sei unverständlich, wie heutzutage mit Menschen umgegangen werde. Überall auf der Welt werde beraten über Frieden, doch es komme nichts dabei raus. Passend dazu sang Wohlfahrt „Tausend Jahre Frieden“, ein Lied der „Klostertaler“.

Groß und eindrucksvoll klang der Chor in der Hedwigkirche mit „Leise rieselt der Schnee, still und starr ruht der See, weihnachtlich glänzet der Wald, freue Dich, Christkind kommt bald“, „Jingle bells“, „Weihnachtszeit, fröhliche Zeit“ und dem bekannten „Feliz Navidad“. Wohlfahrt, der 2026 sein 50-jähriges Jubiläum als Klostertaler feiert, spielte auf dem Flügelhorn das bekannte und ergreifende „Ave Maria“, sang Lieder wie „Es wird scho glei dumpa“, „Still still still weil’s Kindlein schlafen will“ und den Andachtsjodler, den er den schönsten Jodler der Welt nannte.

Die Besucher standen auf, klatschten, jubelten und verlangten eine Zugabe. Der 65-Jährige kam dem Wunsch mit „Ciao Amore es tut so weh, ja wenn ich geh“ nach.

Zum Schluss noch einmal „Canto del Sole“

Der Entertainer aus dem Klostertal, der mit seiner herzlichen Ausstrahlung überzeugte, hatte den Besuchern eineinhalb Stunden als Einstimmung und Vorfreude auf das Weihnachtsfest geschenkt. Am Ende erklang noch einmal „Canto del Sole“.