SB+SB+Balinger Expertin über sexualisierte Gewalt
: Warum „Nein heißt Nein“ nicht ausreicht

Für Betroffene sexualisierter Gewalt bleibt es oft schwierig, einen Übergriff nachzuweisen. Claudia Kanz, systemische Beraterin in Balingen, betont: „Die Verantwortung darf nicht beim Opfer liegen“ – und Sexualität dürfe nicht länger nur aus männlicher Perspektive gedacht werden.
Von
Julia Gonser
Balingen
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Illustration zur häuslichen Gewalt: ARCHIV - 01.07.2023, Berlin: Eine Frau hält ihre Hände vor das Gesicht.  (Gestellte Szene) (zu dpa: «Hilfe für Frauen nach sexualisierter Gewalt wird ausgeweitet») Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Jede zweite Frau in Deutschland wurde bereits sexuell belästigt. 2024 wurden mehr als 53.400 Frauen Opfer sexualiserter Gewalt. Die Dunkelziffer ist deutlich größer, nur ein Bruchteil der Delikte wird überhaupt zur Anzeige gebracht (unter 10 Prozent). Immer mehr Länder verschärfen ihr Sexualstrafrecht und stellen klar: Sex ohne eindeutige Zustimmung ist eine Vergewaltigung. Deutschland gehört noch nicht dazu, doch die Forderung ist da.

Fabian Sommer/dpa (Symbolfoto)