Käse- und kulinarischer Markt: Albstadt tischt groß auf

Zu Hunderten drängten sich die Besucher am Sonntag in der Ebinger Innenstadt, sobald der Regen aufgehört hatte.
ZimmermannEbingen lockte am Wochenende mit kulinarischen Köstlichkeiten, Attraktionen für Groß und Klein, offenen Geschäften auch am Sonntag und dazu noch offenen Denkmälern – hier kam eines zum anderen. Der 1. Käse- und kulinarische Markt war ein Fest der Sinne und zeigte einmal mehr, wie (er)lebenswert Albstadt sein kann.
Ein derartiges Mega-Wochenende funktioniert nur, wenn ein Rad ins andere greift und die verschiedenen Akteure und Institutionen reibungslos kooperieren. Regie geführt hatte die von Geschäftsführer Ulrich Daum geleitete Citymanagement Albstadt GmbH, die im März 2024 mit dem Ziel gegründet worden war, die Innenstadt mit innovativen Projekten und kreativen Konzepten attraktiver zu machen. Denn nur eine Innenstadt, die sich ständig neu erfindet und sich frischen Ideen öffnet, bleibt ein spannender Ort für alle Generationen.
Dass das in Albstadt möglich ist, hat nach dem grandiosen Jubiläumsstadtfest im Juli und der großen Feier anlässlich des 750. Geburtstags von Margrethausen vor zwei Wochen, nun auch die Premiere des Käse- und kulinarischen Marktes in der Ebinger Innenstadt gezeigt. Bereits am Samstag war die City ein lebendiger Treffpunkt und ein kulinarisches Schlaraffenland mit internationalen Käsespezialitäten, erlesenen Weinen und peppiger Musik. Am verkaufsoffenen Sonntag setzte das entspannte Shopping-Vergnügen noch einen drauf.
Satte Rabatte und die eine oder andere Überraschung
Zwar war der Familientag bei Regen verhalten gestartet, doch das änderte sich schlagartig, als sich die Sonne durch die Wolkendecke kämpfte und die Geschäfte ihre Türen öffneten. Ausschlafen, bummeln, Leckeres essen, Live-Musik, Kinderlachen, flanieren, neue Lieblingsstücke einkaufen – und wer wollte, konnte am Tag des offenen Denkmals auch noch Albstadts Kulturschätze bei freiem Eintritt erkunden. Sieht so nicht ein perfekter Sonntag aus?
Aber ja. Einige Geschäfte lockten mit satten Rabatten und kleinen Überraschungen, und die kulinarische Meile bescherte Glück, das durch den Magen geht. Ganz zwanglos ergaben sich nette Gespräche mit völlig unbekannten Menschen; verführerische Düfte weckten Urlaubserinnerungen.

Er stand am Sonntag im Fokus: der Käse.
Foto: ZimmermannEs konnte allerdings auch passieren, das sich vom Leben bestraft sah, wer zu spät gekommen war: Schon kurz nach 13 Uhr war Stefans berühmter Käsekuchen ausverkauft; das unendlich feincremige und zarte Freiburger Original war weggegangen wie warme Semmeln; wem großherzige Zeitgenossen noch gratis etwas zum Probieren abgaben, konnte von Glück reden – und danach mitreden, wenn über die Zutaten gefachsimpelt wurde.
Die Hohensteiner Hofkäserei zog die Käseliebhaber an, unter ihnen auch Oberbürgermeister Roland Tralmer; Samiras Weinfee aus Albstadt schenkte die dazu passenden Weine aus ganz Europa aus.
Als der ADAC noch Käfer fuhr
Fans von Oldtimern kamen vor der Festhalle am Sonntag auf ihre Kosten; mitten drin leuchtete goldgelb ein VW Käfer der ADAC-Straßenwacht, Baujahr 1976, der extra vom Schönbuch auf die Alb gebracht worden war. Ein alter VW-Bus zog vor allem die Blicke des älteren Publikums auf sich. War das nicht eine schöne Zeit?
Mag sein – aber die Gegenwart kann auch schön sein in Albstadt, wenn sie ist wie dieses Wochenende. Und das nächste Mega-Event steht schon in den Startlöchern: das 20. Schäferfest auf dem Onstmettinger Raichberg am 20. und 21. September.