Feuerwehr Meßstetten
: Vor vier Jahren brannte es wirklich am Firmenstandort – jetzt wird geprobt

Die Firma GESA war 2021 von einem verheerenden Brand betroffen. Umso bedeutender war die groß angelegte Übung am neuen Standort in Meßstetten.
Von
Jannik Nölke
Oberndorf
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Geprobt wurde das Löschen eines Großbrands am neuen Firmenstandort von GESA.

Jannik Nölke (janö)

Kommandant Ralf Smolle begrüßte die vielen Zuschauer, die sich am neuen Standort der Firma GESA in der Allemannenstraße eingefunden haben. Über Lautsprecher erklärte er den Ablauf und die Besonderheiten der Übung. Neben der Abteilung Meßstetten nahmen auch die Abteilungen Unterdigisheim und Tieringen teil. Als Szenario wurde ein Gebäudebrand mit mehreren vermissten Personen angenommen. Damit auch die medizinische Versorgung realistisch erprobt werden konnte, war zusätzlich das DRK Meßstetten eingebunden.

Das Szenario sah vor, dass Rauch aus dem Gebäude quoll. Eine Nebelmaschine sorgte für realistische Bedingungen, wodurch auch die automatische Brandmeldeanlage der Firma auslöste. In der Folge meldete Smolle – demonstrativ und für die Besucher nachvollziehbar – den Alarm telefonisch an die Leitstelle. Diese löste den Übungsalarm aus. Wenige Minuten später trafen die ersten Einsatzfahrzeuge ein. Auch die Führungsgruppe, die bei größeren Lagen für die Koordination zuständig ist, war beteiligt.

Die Feuerwehr Meßstetten bei ihrer Großübung

Foto: Jannik Nölke (janö)

Dann ging es Schlag auf Schlag: Ein Löschangriff wurde vorbereitet, die Drehleiter oberhalb des Gebäudes in Stellung gebracht, Atemschutzgeräteträger rüsteten sich für den Innenangriff aus. Parallel dazu wurde die Wasserversorgung aufgebaut – sowohl über Unterflurhydranten als auch über einen mobilen Löschteich, um eine verlässliche Reserve zu haben.

Rettung über Steckleiter

Im Inneren des Gebäudes stießen die Einsatzkräfte auf mehrere verletzte Personen. Diese Rollen übernahmen Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die sich mit viel Einsatzbereitschaft in die Übung einbrachten. Manche Darsteller waren noch ansprechbar, andere wurden als bewusstlos angenommen. Zwei Menschen konnten über Steckleitern aus dem Obergeschoss ins Freie gebracht werden; ein bewusstloser Junge über eine Schleifkorbtrage. Das DRK übernahm im Anschluss die Versorgung der Verletzten.

Nach rund einer Stunde vermeldete Einsatzleiter Smolle den Übungserfolg. Für die Zuschauer – darunter viele staunende Kinder – bot sich ein spannender Einblick in das Zusammenspiel von Feuerwehr und Rettungsdienst.

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