Ein Awacs-Flugzeug (Englisch für "Airborne warning and control system“) nach dem Start. (Symbolfoto) Foto: Christoph Reichwein/dpa

Ein Aufklärungsflugzeug kreist am Dienstag über dem Schwarzwald. Immer wieder zeigen sich die Maschinen des Typs Boeing E-3 Sentry über der Region.

Das Flugzeug der französischen Luftwaffe war gegen 8.54 Uhr am Militärflugplatz Avord in Frankreich gestartet. Bisher kamen diese Art von Fliegern über der Region oft vom NATO-Stützpunkt in Geilenkirchen (Nordrhein-Westfalen).

 

Seit etwa 9.30 Uhr kreist der seltene Flieger nun um die zwei festgelegten "Orbits" ("E-3A Verfahrensräume") über dem Süd- und Nordschwarzwald. Dabei werden regelmäßig unter anderem Freiburg im Breisgau, Lahr im Schwarzwald (Ortenau), Offenburg, Rastatt, Pforzheim, Horb am Neckar, Teile der A 81, Titisee-Neustadt und Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) zur Luftraumüberwachung überflogen. Auch gegen 11.30 Uhr ist die Maschine noch in rund 9000 Metern Höhe über der Region zu sehen. Interessierte können den Flug über die Plattform Flightradar24 verfolgen.

Dort wird auch ersichtlich, dass es sich um ein Flugzeug des Typs Boeing E-3A Sentry handelt. Das ist eine sogenannte AWACS-Maschine, was für „Airborne Warning & Control System“ steht. Durch den großen Pilzkopf am Rumpf, der als Suchradar dient, hat das Flugzeug einen hohen Wiedererkennungswert. Diese Technik kann andere Flugzeuge in über 460 Kilometern Entfernung orten und verfolgen. 

Die NATO besitzt eine eigene Flotte dieses Maschinentyps, der für die Aufklärung und Überwachung des Luftraums eingesetzt wird.

Die Flugbahn zieht sich dieses Mal über zwei der "Orbits" über dem Schwarzwald. (Screenshot) Foto: Flightradar24

Immer wieder kreisen derartige Flugzeuge über dem Schwarzwald. Es handelt sich um Übungsflüge für die Besatzung. Für die Bevölkerung sind sie daher kein Grund zur Sorge, ziehen aber immer wieder eine hohe Aufmerksamkeit auf sich.

Über dem Schwarzwald gibt es zwei sogenannte "E-3A Verfahrensräume", also definierte Flugrouten im Kreis, die für diesen Zweck von den Piloten genutzt werden können. Im Südschwarzwald  hat diese Route den Namen "Orbit Area NG42" - im Nordschwarzwald gibt es einen weiteren, der unter anderem über Haiterbach, Nagold und Jettingen (alle Kreis Calw) sowie im Kreis Freudenstadt den Baiersbronner Ortsteil Tonbach und den Freudenstädter Stadtteil Musbach führt.  Beim heutigen Flug wurden beide "Orbits" kombiniert.