Zum ersten Mal war das Rosenfelder Progymnasium mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt vertreten: Schülerinnen der Klasse 9b verkauften Selbstgebasteltes. Foto: Volker Schweizer

Wenn in Rosenfeld Weihnachtsmarkt ist, dann strömen die Massen. Auch vergangenes Wochenende war viel los im historischen Städtle – und für Jung und Alt einiges geboten.

Immer am ersten Adventssonntag, also zeitgleich mit dem Balinger Christkindlesmarkt, stimmt man sich auch in Rosenfeld auf das Fest des Jahres ein. Gegenseitig Konkurrenz machen sich die beiden Städte aber nicht: Bummler und Genießer gibt es überall zuhauf.

 

Der Markt in Balingen ist zweifelsfrei um ein Vielfaches größer, dafür punktet Rosenfeld aber mit seinem Ambiente. Das Fachwerk im historischen Kern bildet eine malerische Kulisse, besonders in der Dämmerung, wenn die Lichter an den Zelten rund ums Rathaus funkeln.

Vielfältiges Angebot auf dem Rosenfelder Weihnachtsmarkt

Zur perfekten Stimmung hätte nur ein bisschen weiß gefehlt. Schneeflöckchen blieben aus, allerdings kam immer wieder Nass von oben.

Der Weihnachtsmarkt in Rosenfeld war gut besucht. Foto: Volker Schweizer

Aber ob an der Eyach oder auf dem Kleinen Heuberg: Die Stände, wo es die heißen Leckereien – ob Glühwein oder dampfende Schupfnudeln – gibt, sind am meisten umlagert – besonders bei unwirschem Wetter.

Das Angebot in Rosenfeld ließ so gut wie keine Wünsche offen, für jeden Geschmack und Geldbeutel war etwas dabei. Die 45 Buden lockten nicht nur mit wärmenden Socken, Schals und Mützen, sondern vor allem mit Basteleien, schöner Deko für drinnen und draußen, Gestecken, Dufthölzern, Gewürzen und jeder Menge Kunsthandwerk.

Ob musikalisch, kulinarisch oder Handgemachtes: Der Rosenfelder Weihnachtsmarkt hielt ein vielfältiges Angebot parat. Foto: Volker Schweizer

Wie es sich für einen „richtigen“ Weihnachtsmarkt gehört, gab es auch ein buntes Rahmenprogramm. Viele Eltern, Omas und Opas verfolgten auf dem Wilhelm-Sülzle-Platz die Aufführung der Kinder aus der Eilers-Kita.

Musiker stimmen weihnachtliche Lieder an

Nur wenig später ließ sich der Nikolaus blicken und hatte viele Geschenke dabei. Im Zwingerturm zeigte der Verein zur Förderung Rosenfelds Bilder, Lichtkugeln aus Ton, Geschirrtücher mit originellem Siebdruck und kunstvolle Weihnachtskarten.

Bürgermeister Thomas Miller bei seiner Eröffnungsrede Foto: Volker Schweizer

Eröffnet wurde der Markt bei strömenden Regen, dafür aber ganz festlich – die Rosenfelder Stadtkapelle ließ unter der Leitung von Andreas Bott so Klassiker wie „Alle Jahre wieder“, „Herbei, o ihr Gläubigen“ und „Zu Bethlehem geboren“ erklingen.

Bürgermeister Thomas Miller wies darauf hin, dass das Orchester am Samstag, 6. Dezember, mit einem Konzert sein 125-jähriges Bestehen feiere. An weihnachtlicher Hintergrundmusik mangelte es auch später nicht, denn die Musiker aus Heiligenzimmern griffen ebenfalls zu den Instrumenten.

Die Stadtkapelle Rosenfeld spielte beim Weihnachtsmarkt auf. Foto: Volker Schweizer

Schon zum offiziellen Auftakt hatten sich viele Gäste vor dem Rathaus eingefunden. Aus der französischen Partnerstadt Moissy-Cramayel war sogar der Präsident des Partnerschaftsausschusses, Franck Mathieu, mit seiner Frau Patricia gekommen.

Seit 2009 richtet die Stadt den Weihnachtsmarkt aus

In seiner kurzen Rede erwähnte der Bürgermeister eine Reihe traditioneller Bräuche, wie den Adventskranz und den Adventskalender, aber auch das Friedenslicht aus Bethlehem, das mittlerweile eine Lichtspur durch ganz Europa ziehe.

Eins steht fest: Den Weihnachtsmarkt können die Rosenfelder auf jeden Fall wieder als Erfolg verbuchen. Seit 1986 findet er – außer während der Corona-Zeit – regelmäßig statt. In den Anfangsjahren war der Handels- und Gewerbeverein Ausrichter, nach dessen Auflösung nahm die Stadt ab dem Jahr 2009 die Veranstaltung selbst in die Hand.