Der Europa-Park hat seine Besucherzahlen aktuell auf 30.000 gedeckelt. Grund dafür könnten Personalprobleme sein. Wer also wie bei der Attraktion "Atlantica Supersplash" Sommervergnügen sucht, sollte sich vorab ein Tagesticket reservieren. Foto: Europa-Park

Der Europa-Park hat die Zahl seiner Besucher gedeckelt – aus welchen Gründen bleibt offen. Ein Grund zur Beunruhigung ist die Maßnahme wohl nicht. In den Sommerferien will der Park personell zurück auf dem Vor-Corona-Niveau sein.

Rust - Die Frage unserer Redaktion, ob die aktuell gedeckelten Besucherzahlen mit Personalknappheit in Verbindung stünden, beantwortete der Park nicht: "Wir behalten die Besucherzahlen mithilfe des Online-Tickets weiterhin im Blick, um Engpässe zu vermeiden. Neue Systeme in der Gastronomie ermöglichen es, den Besuchern ein optimales Angebot zu bieten", gab Europa-Park-Sprecherin Diana Reichle Auskunft. Schon zu Beginn der Sommersaison hieß es, dass pro Tag nur 30.000 Gäste in den Park dürften, zu Top-Zeiten waren es bis zu 50.000 Gäste. Besonders in Bezug auf die im Juli in Deutschland beginnenden Sommerferien und die damit verbundenen erhöhten Besucherzahlen könnte das zu Engpässen führen.

Park hält Besucherzahlen im Blick

Sorgen müsse man sich jedoch keine machen, meint Diana Reichle. "Da der Europa-Park auch weiterhin sehr verantwortungsvoll mit den Besucherkapazitäten umgeht, werden die Besucherzahlen mithilfe des Online-Tickets wie gesagt weiterhin im Blick gehalten." Zudem erreiche man in den Sommerferien "mit Ferienjobbern wieder die vor Corona existierende Personalkapazität".

Jedoch bestreitet Reichle nicht, dass es im Rahmen der Corona-Pandemie zu einer Delle gekommen sei, "welche allen voran darin begründet ist, dass wir den Betrieb herunterfahren mussten". Aber, so Reichle: "Wir haben uns davon gut erholt, haben wieder ein breit aufgestelltes Angebot bei uns im Unternehmen." Bei der Nachfrage habe der Park seine Aktivitäten stark ausgeweitet und sei dadurch in der Lage, zahlreiche Arbeitnehmer beziehungsweise Aushilfen zu gewinnen. "Für den Start der Sommerferien sind aber auch noch einige Plätze frei, die es zu besetzen gilt. Hier sind wir aber grundsätzlich optimistisch, dass uns dies gelingen wird."

Innerhalb der Branche sei man personell bereits gut aufgestellt, zieht Reichle Bilanz. Schon seit einigen Jahren akquiriere der Europa-Park seine Arbeitskräfte weit über die Landesgrenzen hinaus. Neben Bewerbertagen vor den Toren von Paris ist der Europa-Park auch auf der Suche nach Fachkräften in Tschechien, Bulgarien, Polen sowie im zentralasiatischen Raum sowie in Südafrika, berichtet Reichle.

Beim Ferienjob spielt vor allem das Alter eine Rolle

Zudem sei man mit "Europa-Park Karriere" in den sozialen Medien sehr aktiv und sondiere den Markt permanent nach Verlagerungen innerhalb der unterschiedlichen Portale. "Aktuell befassen wir uns beispielsweise mit dem Einsatz von Tik-Tok für den Bereich Recruiting", berichtet Reichle.

In Bezug auf den Ferienjob seien die Voraussetzungen für eine Anstellung bezogen auf das Alter durch den gesetzlichen Rahmen bestimmt – in vielen Bereichen ist der Einsatz ab 16 Jahren oder 15 ab Jahren, bei gleichzeitigem Abschluss der neunten Klasse Grundvoraussetzung. "Ein Ferienjob ist dabei häufig der Berufseinstieg oder der Erstkontakt mit der Arbeit – daher sind selten fachliche Fertigkeiten gefordert. Wir achten sehr auf den Eindruck beim Vorstellungsgespräch und tauschen uns mit vielen Kandidaten in eigens dafür geplanten digitalen Aushilfsrunden aus", berichtet Diana Reichle.

Tickets müssen tagesbasiert gebucht werden

Für die Wasserwelt Rulantica konnte man von Anfang an die Eintrittskarten nur tagesbasiert kaufen. Für den Europa-Park war dies bis zur Vor-Corona-Zeit noch anders gewesen. Seit 2020 kann man aber auch für den Park online nur tagesbasierte Tickets buchen. Bei freier Kapazität sind vor Ort allerdings noch Tickets an der Tageskasse erhältlich – dann aber zu einem Aufpreis von sechs Euro. Regulär kostet der Eintritt in den Europa-Park für Erwachsene ab 12 Jahren zwischen 55 und 62 Euro, für die Wasserwelt kostet ein Tagesticket 42 Euro. Parken kostet acht Euro.