Die Suche nach einem Pächter – und einem Konzept – für das Bad Herrenalber Kurhaus gestaltet sich offenbar weiter schwierig. So ist der aktuelle Stand.
Das Restaurant im Bad Herrenalber Kurhaus steht seit einiger Zeit leer – und ist zudem renovierungsbedürftig.
Matthias Wedner war seit 2017 Pächter des Kurhauses und des Restaurants. Sein Vertrag mit der Stadt lief 2023 aus, aber man verlängerte bis Ende September 2024 und er stand noch bis Mai 2025 als Caterer für Veranstaltungen im Kurhaus zur Verfügung. Ab Juni sollte das Kurhaus dann neu verpachtet werden. Fündig wurde die Stadt aber bislang nicht.
Am liebsten wäre es der Verwaltung, das gesamte Kurhaus an einen Generalunternehmer zu verpachten.
Das beschloss so auch der Gemeinderat im Dezember 2024 und beauftragte die Verwaltung mit der Ausschreibung zur Suche eines geeigneten Pächters für den Gesamtbetrieb des Kurhauses.
Kurhaus ist teilweise denkmalgeschützt
Verpachtet werden soll also das 1890/1891 erbaute und teilweise denkmalgeschützte Kurhaus (Außenfassaden und Walmdach), das mehrfach (1985, 2010/2011, 2016/2017) saniert wurde.
Dazu gehören sämtliche Innensäle und -räume, das Mobiliar, die technische Ausstattung sowie die Außenbereiche Nord- und Südterrasse sowie die Konzertmuschel.
Bereits damals stand fest, dass vom künftigen Pächter ein Veranstaltungskonzept erwartet wird, um das Kurhaus als Veranstaltungsort zu erhalten. Darüber hinaus brauche es ein gastronomisches Konzept, das sowohl das Catering bei Events im Kurhaus als auch die Fortführung des Restaurants beinhaltet.
Pächter soll auch Eventplanung übernehmen
Auch die Eventplanung solle der künftige Pächter übernehmen. Besonderen Verhandlungsbedarf gebe es wohl vor allem auch, was die öffentliche Toilette und den vorderen Foyerbereich angeht, wie bereits im Januar dieses Jahres bewusst war.
Im September des vergangenen Jahres äußerte sich auch Bürgermeister Klaus Hoffman im Gespräch mit unserer Redaktion zum aktuellen Stand beim Kurhaus: „Wir haben ein paar Gespräche geführt, da waren potenzielle Pächter dabei, die ihre Gedanken erzählt haben“, sagt Hoffmann. Bis Jahresende wolle man dem Gemeinderat potenzielle Pächter vorstellen. Es gebe sehr unterschiedliche Konzepte und Hoffmann ist „im Augenblick sehr zuversichtlich, dass wir etwas hinbekommen“.
Vom Konzept hängt ab, was mit der Küche passiert
Von diesen Konzepten dürfte auch abhängen, was mit der Küche im Kurhaus passiert.
Seit zwei, drei Jahren wisse man bereits, dass die Küche „nicht so ist, wie wir sie benötigen würden“. Ob man wirklich einen mittleren sechsstelligen Betrag investiere, „hängt auch davon ab, welcher potenzielle Pächter überzeugt am meisten“. Dann wolle man entscheiden, „machen wir so oder so weiter“.
Nun ist das Jahresende vorbeigegangen, und noch immer hat die Stadtverwaltung keinen neuen Pächter, oder gar mehrere Bewerber, präsentieren können.
Verhandlungen mit Interessenten laufen weiter
Bereits im Januar hat unsere Redaktion nach einem aktuellen Stand gefragt, da konnte die Verwaltung aber „noch nichts Neues verkünden“, so Christian Siebje, bei der Stadtverwaltung zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Weiter teilte er mit: „Wir sind immer noch in Verhandlungen mit Interessenten und möchten diese Verhandlungen nicht dadurch gefährden, dass wir möglicherweise verfrüht an die Öffentlichkeit gehen. Diesen Stand bestätigte Siebje auch jetzt bei der jüngsten Nachfrage in dieser Woche: „Leider gibt es auch zum Kurhaus noch nichts Neues zu vermelden.“
Aktuell wird das Kurhaus lediglich für das Tanzen im Kurhaus und Sonntagskonzerte genutzt. Es gibt auch immer wieder Mietanfragen für Tagungen und Hochzeiten. Allerdings müssten die Kunden dann einen eigenen Caterer an der Hand haben.