Auf der Katharinenhöhe zwischen Furtwangen und Schönwald endet eine Ära: Im Herbst scheidet Geschäftsführer Stephan Maier aus. Sein Nachfolger steht bereit: Er heißt Michael Schreiner.
Etwas Zeit benötigt Michael Schreiner noch, bis er sich auf dem weitläufigen Gelände der Katharinenhöhe zurechtfindet. Und die hat er auch noch: Im Juni tritt er offiziell seinen Dienst als Geschäftsführer der Rehaklinik zwischen Furtwangen und Schönwald an – zunächst noch gemeinsam mit Stephan Maier, bevor der langjährige Geschäftsführer der Katha im Herbst seinen Ruhestand antritt.
Immer mal wieder ist Schreiner allerdings schon jetzt auf der Katharinenhöhe vor Ort, und auch in Entscheidungen – vor allem solche, die die längerfristige strategische Ausrichtung der Rehaklinik betreffen – wird er bereits aktiv eingebunden, berichten Maier und Schreiner im Gespräch mit unserer Redaktion. Auch das soll dazu beitragen, den Wechsel in der Geschäftsführung so nahtlos wie möglich zu machen.
Und überhaupt: Daran, dass Schreiner der Richtige für den Job ist, lässt Noch-Geschäftsführer Maier im Gespräch keinen Zweifel. Auf die Stellenausschreibung im vergangenen Herbst hin habe man durchaus mehrere Bewerbungen erhalten und sorgfältig geprüft. „Aber die Bewerbung von Herrn Schreiner, seine Bereitschaft und sein Wille, sich reinzuhängen, stachen heraus“, resümiert Maier. Recht schnell war für beide Seiten klar: Es passt einfach – und auch die endgültige Entscheidung des Aufsichtsrats Anfang 2026 fiel einstimmig.
Die Katharinenhöhe und ihr Bald-Geschäftsführer – das scheint also zu harmonieren. Wieso? Darauf hat Maier eine klare Antwort: Er freut sich, die Rehaklinik in die Hände eines Menschen übergeben zu können, der beide Seiten versteht – den Zweck der Katharinenhöhe und die zahlenlastige Geschäftsführung.
Der Mensch im Mittelpunkt
„Wir wollten nicht einen Heimverwalter, der nur auf die Zahlen schaut“, betont Maier. Natürlich sollte man als Geschäftsführer die Kosten im Auge behalten, räumt er ein. Vor allem aber müsse man jemand sein, dem das Wohl der Menschen am Herzen liege – sowohl der Patienten als auch der Mitarbeiter. „Klar: ohne Moos nichts los“, bekräftigt Schreiner. „Aber der Mensch muss im Mittelpunkt stehen.“
Er kommt von der Reha-Südwest Südbaden
Dieses patientenorientierte Denken kommt beim Bald-Geschäftsführer der Katharinenhöhe nicht von ungefähr. Ein Studium der Sozialen Arbeit und eine Ausbildung zum Sozialwirt sind nur zwei der Stationen im Werdegang des heute 59-Jährigen aus Titisee-Neustadt.
Unter anderem arbeitete er 25 Jahre lang bei der Jugendhilfeeinrichtung Mariahof, davon 13 Jahre als Verwaltungsleiter und stellvertretender Gesamtleiter. Anschließend leitete er 6,5 Jahre lang das Schopfheimer Markus-Pflüger-Heim, bevor er zur Reha-Südwest Südbaden wechselte. Seit knapp fünf Jahren – und noch bis Ende Mai, bevor er zur Katharinenhöhe wechselt – ist er dort als Geschäftsführer tätig.
Bewusst habe er sich für einen Wechsel zur Katha entschieden, sagt der Vater zweier erwachsener Kinder im Gespräch. Denn die Rehaklinik war ihm bereits lange vor seiner Bewerbung ein Begriff. In ihrem Segment sei die Katharinenhöhe eine zentrale Einrichtung. „Für mich ist es ein großer Ansporn, dass die Katha auch ein solcher Leuchtturm bleibt“, betont Schreiner.
Respekt vor der Entwicklung
Es sei beeindruckend, was Maier und sein Team – bei seinem Ausscheiden wird der Noch-Geschäftsführer die Katharinenhöhe fast 40 Jahre lang geführt haben – hier aufgebaut hätten, zollt Schreiner Respekt. Und er gibt auch gleich sein Ziel für die Zukunft aus: Die Katha weiterhin in sicherem Fahrwasser halten, gut Funktionierendes sichern und Verbesserungswürdiges erkennen und ändern.
„Da steckt viel Arbeit und Überlegung dahinter“
„Für mich war klar, dass das meine letzte Bewerbung ist“, erklärt Schreiner. Denn in acht Jahren steht voraussichtlich auch für ihn der Ruhestand bevor. So lange aber möchte er noch auf der Katharinenhöhe wirken – und das weiterführen, was Maier ihm hinterlässt: eine Einrichtung, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten enorm gewachsen ist. „Da steckt viel Arbeit und Überlegung dahinter“, weiß Schreiner. Und dieser kontinuierliche Prozess solle weitergehen – nicht nur über Maiers, sondern auch über seine Zeit an der Katharinenhöhe hinaus.