Es war zunächst ein regnerischer Auftakt des diesjährigen Sommersounds-Festivals: Wo am Nachmittag des Andrea-Berg-Konzerts regelmäßige Regenschauer über das Festivalgelände am Druckzentrum hereinbrachen, sorgten die Fans in bunten Regenmänteln am Abend für die ausgelassene Stimmung.
Es gleicht einem Déjà-vu: Am Auftakttag des lang erwarteten diesjährigen Sommersound-Festivals sieht es den Nachmittag über gar nicht nach Sommer aus.
Wo am frühen Nachmittag der Soundcheck von Andrea Berg über das Druckzentrum Südwest schallt, ziehen dunkle Regenwolken am Himmel auf, die sich in regelmäßigen Abständen über das Festival-Gelände ergießen. Die Szenen erinnern an das Sommersound-Festival im vergangenen Jahr, als viele Fans vom Auftaktsakt Nico Santos buchstäblich im Regen stehen gelassen wurden und im nassen Wetter auf ihre „Nummer 1“ warten mussten, bis der Himmel am Abend dann doch noch etwas aufklärte und für sommerliche Stimmung im Industriegebiet sorgte.
Die Wetteraussichten am Nachmittag fand auch Christoph Römmler, Geschäftsführer der Eventagentur Karoevents, „richtig blöd“. „Da habe ich aber gedacht: lieber jetzt, als heute Abend, wenn Andrea Berg auftritt“, schmunzelt er. „Es ist einfach, wie es ist“, so der Eventagentur-Chef.
Ein Sicherheitskonzept für den Ernstfall
Für den „Fall der Fälle“, wenn also tatsächlich eine Gewitterzelle über das Festivalgelände an den Sommersound-Abenden fällt, gibt es aber natürlich ein Sicherheitskonzept, wie Christoph Römmler versichert. „Da müssen wir dann in Zusammenarbeit mit der Polizei reagieren“, sagt er. Konkret passiere das, wenn „Gefahr für Leib und Leben bestehe, wie man so schön sagt“, erklärt Römmler.
In diesem Jahr wurde aus dem Sommersound auch noch „mehr“ herausgeholt, wie Römmler bestätigt. „Wir haben mehr Besucher – 5000 für Andrea Berg, 5000 für Pur am Sonntagabend und noch mal 2000 für den Brass-Abend am Samstag – das heißt auch mehr Essensstände“, so Römmler. „Wir versuchen uns immer zu verbessern, von Jahr zu Jahr“, zeigt sich Römmler stolz.
Für jeden Geschmack ist etwas dabei
Kulinarisch ist so auch beim diesjährigen Sommersound viel geboten. Bei Burger und Pommes, Steak, Eis, thailändischen Nudeln und Flammkuchen ist buchstäblich für „jeden Geschmack“ etwas dabei.
Viele der Essensstände sind dabei beim Sommersound keine unbekannten Gesichter. Mike Bauer mit seinem Burgerstand „Monkey Crew“ etwa war bereits bei Mark Forster auf dem Schwenninger Messegelände mit von der Partie und wird auch in diesem Jahr die Sommersound-Fans mit seinen Burgern verköstigen, während im Hintergrund Andrea Berg, Brassbands und Pur spielen.
Wetterfeste Fans freuen sich über ihren Star
Die Fans sind an diesem Abend jedenfalls wetterfest: Gerda Merkt hat sich für das Andrea-Berg-Konzert sogar noch extra einen Hut gekauft, der farblich perfekt zum Rest ihres Kanarienvogel-gelben Outfits passt. „Außerdem habe ich noch ein Regencape und eine Regenjacke dabei“, lächelt der Andrea-Berg-Fan aus Spaichingen. Schon mehr als 16 Open-Air-Konzerte der Schlagerkünstlerin hat sie miterlebt – und kann nicht genug bekommen. „Andrea Berg mit ihrer warmherzigen Stimme kann man einfach immer hören“, sagt Gerda Merkt freudestrahlend.
Der Wettergott hat ein Einsehen
Und Petrus hat wohl mit den rund 5000 Andrea Berg-Fans ein Einsehen gehabt. Gegen 18.30 Uhr startet der Regen zwar wieder, doch lassen sich die Sommersound-Besucher von den nassen Tropfen am Himmel nicht davon abhalten, einen tollen Abend auf dem Gelände des Druckzentrums zu verbringen. Beim „Meet and Greet“ sind die nassen Regenmäntel zwar ein kurzes Hindernis – finden aber schnell ihren Platz am Rande des Spektakels, um für ein schönes Bild mit Schlagerstar Andrea Berg posieren zu können.
Dann, kurz vor Start des Konzerts, klart der Himmel kurzzeitig auf und mit Andrea Berg auf der Bühne ist für die Fans selbst seichter Nieselregen wie vergessen. Die in farbenfrohe Regenmäntel gekleideten Berg-Fans vermischen sich zu ihrer Musik zu einer bunten Menge, die mit ihrer Energie jedem noch so schlechten Wetter trotzen kann.
So geht’s zum Druckzentrum
Der diesjährige Sommersound:
Am Samstag, 3. August, sowie am Sonntag, 4. August, geht das diesjährige Sommersound-Festival in die nächste Runde. Hier gibt es noch mal die wichtigsten Infos zur Anreise.
Die Adresse:
Druckzentrum Südwest, Auf Herdenen 44, 78052 Villingen-Schwenningen
Die Anreise mit Auto:
mit dem Auto A 81 aus Richtung Stuttgart oder Singen (Ausfahrt 35), dann B 27/B 33, A 4 (CH) aus Richtung Schaffhausen, dann B 27/B 31, A 5 bis Offenburg oder Freiburg, dann B 33 oder B 31.
Die Parksituation:
Besucher können vor Ort auf den Firmenparkplätzen des Druckzentrums Südwest parken. Dort ist die Parkplatzsituation jedoch begrenzt. Ausweichmöglichkeiten gibt es auf dem Parkplatz des Schwarzwald-Baar-Centers. Dort sind 2000 Parkplätze bereit.
Die Anreise mit der Bahn:
IC und Regionalzüge bis Villingen (Schwarzwald) oder Schwenningen (Neckar). Vom Villinger Bahnhof gelangt man mit der Buslinie 2 oder 3 zur Haltestelle Auf Herdenen vor dem Druckzentrum. Vom Schwenninger Bahnhof verkehrt die Buslinie 1, 2, 3 oder 760. Das gibt es noch zu beachten:
Der Veranstalter Karoevents weist darauf hin, dass Gegenstände wie Deo, Parfüms, Waffen, Messer, Tiere, Flaschen oder Dosen nicht erlaubt sind. Weitere Infos zum Festivalablauf gibt es unter www.sommersound-vs.de.