Für Freudenstadt und Baiersbronn war die Gartenschau im vergangenen Jahr ein großer Erfolg. Nun soll aus dem Tal X ein Naherholungsgebiet geben. Doch was genau ist geplant?
Ein Naherholungsgebiet in Laufweite zur Innenstadt: Das ist der Plan für das zwischen Freudenstadt und Baiersbronn gelegene ehemalige Gartenschaugelände. Wie genau es mit den Anlagen im Tal X weitergehen soll, wurde bei einer gemeinsamen Sitzung des Freudenstädter und des Baiersbronner Gemeinderats besprochen.
Dabei war Freudenstadt Oberbürgermeister Adrian Sonder (CDU) bemüht, die Erwartungen der Bürger zu dämpfen. „Natürlich ist das keine Gartenschau 2.0 und keine Gartenschau Reloaded“, so Sonder. „Wir können nicht das ganze Tal vom unteren Marktplatz bis zur Schelklewiese bespielen.“
Geld soll noch viele Jahre reichen
Und Sonder nannte auch die Gründe: „Es geht logistisch nicht. Es geht vom Personal her nicht. Und es geht organisatorisch nicht.“ Denn das Geld, das nach der Gartenschau noch übrig ist, soll möglichst lange halten. „Wir wollen mit dem jetzt vorhandenen Budget viele, viele Jahre das bestreiten, damit kein Zuschuss aus den kommunalen Haushalten notwendig ist.“ Daher soll künftig fast ausschließlich auf Ehrenamtliche gesetzt werden.
Und dennoch: Freudenstadt und Baiersbronn haben mit dem Tal X noch einiges vor. So sollen in Baiersbronn laut Bauamtsleiter Daniel Armbruster weiterhin zwei Hauptveranstaltungsflächen bespielt werden: das ehemalige Zentrum und die Schelklewiese. Dafür wird sogar noch mal gebaut. So soll zum Beispiel bei der Schelklewiese eine nagelneue Toilettenanlage gebaut werden. Beim Xentrum ist ein Sportplatz geplant.
Bürgerfest am 23. Mai
Wie es mit dem Freudenstädter Teil des Tal X weitergehen soll, erläuterte Stadtbaumeister Thomas Gärtner. Demnach soll die Treppe ins Tal, der Serpentinenweg und der Spielweg rund ums Bärenschlössle erhalten bleiben. „Unsere Hauptschwerpunkte werden die Forbachgärten sein, aber auch die Feilenhauerei“, erklärte Gärtner. Dort sollen dann auch Veranstaltungen stattfinden. Zudem sollen die Rikschas weiterhin unterwegs sein und Besucher von einem Teil des Tal X zum anderen transportieren.
Darüber hinaus soll es eine ganze Reihe an Veranstaltungen geben. Zum Beispiel Gottesdienste im Grünen, Formate wie „Musik liegt in der Luft“, kulinarische Wanderungen, DJ-Abende , eine After-Work-Reihe und jeden Monat eine Lesung. Schon am 23. Mai gibt es ein gemeinsames Bürgerfest. Und es soll weiterhin möglich sein, im Tal X standesamtlich zu heiraten.
Der Freudenstädter Gemeinderat – bei seiner jüngsten Sitzung wieder zurück im heimischen Rathaus – segnete die Pläne einstimmig ab. Und auch der Baiersbronner Gemeinderat verabschiedete das Konzept in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.