Wurden bei dem Cyberangriff auf den Klinikdienstleister Unimed auch Daten der Patienten in Freudenstadt abgegriffen? Das Klinikum klärt auf. (Archivfoto) Foto: Petermann

Bei dem Cyberangriff auf den Klinikdienstleister Unimed wurden zehntausende Patientendaten gestohlen. Bundesweit sind Kliniken betroffen – auch das Klinikum Freudenstadt?

Bei einem Cyberangriff auf den Abrechnungsdienstleister Unimed wurden bundesweit Daten Zehntausender Patienten gestohlen. Allein in Baden-Württemberg erbeuteten die Diebe Daten von mehr als 72.000 Patienten der Universitätskliniken Freiburg, Ulm, Heidelberg und Tübingen. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am 22. Mai.

 

Rund eine Woche später, am 31. Mai, ist klar: Das Ausmaß ist größer als zunächst angenommen. Nach und nach meldeten immer mehr Kliniken eine Datenpanne. Insgesamt 17 Krankenhäuser hätten sich inzwischen laut dpa bei dem Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg gemeldet – die Zahl der Betroffenen im Südwesten steige damit auf mindestens 80.000.

Auch das Schwarzwald-Baar-Klinikum in Villingen-Schwenningen teilte am 27. Mai mit, dass es Teil des Cyberangriffs wurde. 400 Datensätze seien hier erbeutet worden, darunter 300 Adressdatensätze mit allgemeinen Informationen und 100 Datensätze mit Gesundheitsdaten, laut Dienstleister jedoch keine sensiblen Finanzdaten.

Klinikum Landkreis Freudenstadt gibt Entwarnung

In Freudenstadt können Bürger nun jedoch aufatmen, das Klinikum Freudenstadt gibt offiziell Entwarnung: „Das Klinikum Freudenstadt war von den zuletzt bekannt gewordenen Cyberangriffen auf Kliniken in Baden-Württemberg nicht betroffen“, teilt eine Sprecherin des Klinikums auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Die IT-Sicherheit und der Schutz sensibler Patientendaten habe für das Klinikum einen „sehr hohen Stellenwert“. „Deshalb entwickeln wir unsere technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich weiter, um unsere Systeme bestmöglich zu schützen“, erklärt die Sprecherin.

Darüber hinaus würden die dortigen Mitarbeiter regelmäßig durch Schulungen und Informationsangebote zum Thema IT-Sicherheit sensibilisiert. „Über unsere internen Kommunikationskanäle informieren wir fortlaufend über aktuelle Risiken und weisen immer wieder auf die Bedeutung von Wachsamkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Anwendungen hin“, so die Sprecherin des Klinikums.