Schwarzwald-Baar-Klinikum meldet: Cyberangriff auch auf Patientendaten des Klinikums

Das Schwarzwald-Baar-Klinikum arbeitete mit einem Dienstleister zusammen. Der wurde nun von Hackern angegriffen – und auch Patienten des Klinikums sind von der Attacke betroffen. (Archivfoto)
Marc EichVon einem Cyberangriff auf einen externen Dienstleister sind auch Patienten des Schwarzwald-Baar-Klinikums betroffen. Das teilte die Klinikleitung am Mittwochabend, 27. Mai, mit. In Deutschland übernehme dieser Dienstleister, der auch für das Schwarzwald-Baar-Klinikum tätig war, für über die Hälfte der größeren Krankenhäuser und nahezu alle Universitätskliniken privat- und wahlärztliche Abrechnungen, heißt es in der Mitteilung weiter.
Auf Nachfrage habe der Dienstleister das Klinikum „in den vergangenen Tagen darüber informiert, dass 400 Datensätze gestohlen wurden.“
Schriftliche Info soll folgen
Die betroffenen Patienten sollen seitens des Klinikums in den kommenden Tagen schriftlich informiert werden, heißt es weiter. Betont wird explizit: Der Cyberangriff habe sich an den externen Abrechnungsdienstleister und nicht an das Schwarzwald-Baar-Klinikum gerichtet. Die klinischen Systeme und die Patientenversorgung seien „ zu keinem Zeitpunkt betroffen“ gewesen.
Bei den gestohlenen Daten handele es sich um 300 Adressdatensätze mit allgemeinen Informationen und 100 Datensätze mit Gesundheitsdaten. Betroffen seien Patienten mit Privat- oder Zusatzversicherung oder solche, die Leistungen selbst bezahlen. Laut Auskunft des Dienstleisters sind keine sensiblen Finanzdaten darunter.
Behörde informiert
Die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde sei bereits bei Bekanntwerden des Anfangsverdachts am 17. April informiert worden. Auf Nachfrage habe der Dienstleister dem Klinikum „in den vergangenen Tagen Auskunft über das Ausmaß des Datenklaus und die Art der abgeflossenen Daten gegeben.“ Das Schwarzwald-Baar-Klinikum habe die Zusammenarbeit mit dem externen Dienstleister bereits im September 2025 beendet.