Zahlreiche Gäste strömten zum Neujahrsempfang in Efringen-Kirchen. Foto: Gudrun Gehr

Zum Neujahrsempfang hatte Bürgermeisterin Carolin Holzmüller in Efringen-Kirchen eingeladen. Die Mehrzweckhalle füllte sich samt den Plätzen um die Stehtische.

Der Gesangverein Rhenus und der Reblandchor umrahmten die Veranstaltung musikalisch. Heinz Breininger dirigierte die rund 40 Sänger des Chors und begleitete den Vortrag in Personalunion am Flügel. Mit dem gefühlvollen Stück „Über sieben Brücken musst Du gehn“ wurde der Jahresrückblick eingeläutet.

 

Rückblick: Nach der Begrüßung der Ehrengäste, darunter die Landtagsabgeordneten Jonas Hoffmann (SPD) und Sarah Hagmann (Grüne), hielt Bürgermeisterin Holzmüller den Jahresrückblick. Der Start ins alte Jahr habe sich aus Sicht der Verwaltung etwas „holprig“ dargestellt. Unmut und Unsicherheit hätten im Gemeinderat wegen der Haushaltsverabschiedung und des Weggangs des langjährigen Hauptamtsleiters geherrscht.

Das Team um Bauamtsleiter Ulrich Weiß realisierte zahlreiche Maßnahmen. Derzeit erfolgt die letzte Etappe des Glasfaserausbaus im Kernort. Nach mehrjähriger Bauphase wurde das Regenüberlaufbecken für Huttingen und Wintersweiler fertiggestellt. Die Talstraße wurde nach der Brückensanierung wieder freigegeben. Derzeit werden die Schachtbauwerke für den Starkregenschutz in Wintersweiler und Egringen umgesetzt. In Istein wurde der Hodbach ausgebaggert, um mehr Rückhaltevolumen zu gewinnen.

Für den Starkregenschutz

Eine Verbesserung der Arbeitsabläufe des Werkhofs hätten durch die neue Bankett-Frässchleuder für den Feldwegebau und die Sandreinigungsmaschine erreicht werden können, sagte Holzmüller. Zwischenzeitlich wurden einige Kilometer Bankett mit der neuen Maschine bearbeitet, was zum verbesserten Starkregenschutz beitrage.

Für einige Friedhöfe wurden Rasenmähroboter mit Photovoltaikmodul angeschafft. Seit Jahresbeginn werden Bestattungstätigkeiten von einer externen Firma ausgeführt, somit konnten erforderliche Investitionen in einen neuen Bagger vermieden werden. Der ehemalige Kindergarten in Blansingen wurde zur Grundschulbetreuung umgebaut. Die Grundschule Egringen erhielt einen neuen Heizkessel.

Großes Projekt: neue Feuerwache

Künftig wird der Bau der Feuerwache Süd als großes Projekt in Angriff genommen. Hier soll ein Gebäude für die Feuerwehr, die Bergwacht und ein Verkehrsübungsplatz für Grundschüler erstellt werden. Ein Dank von Carolin Holzmüller ging an den Feuerwehrkommandanten Philipp Haberstroh, der diesen Weg fachlich begleiten wird. Sie dankte ihm und seinem Team auch für den steten Einsatz für die Einwohner von Efringen-Kirchen.

Einige Vereine feierten große Jubiläen, darunter die Schützenvereine Egringen und Welmlingen mit ihrem 100. Geburtstag. Der Posaunenchor wurde 60 Jahre alt, das Kinderhaus zehn Jahre.

Der Gesangverein Rhenus und der Reblandchor mit Dirigent Heinz Breininger am Flügel Foto: Gudrun Gehr

„Vorgänge schlanker und effizienter zu gestalten, war die Intention beim neuen Modus der Haushaltsberatung“, sagte Holzmüller außerdem. In Zeiten von Fachkräftemangel werde an Prozessoptimierungen weitergearbeitet, kündigte sie an.

Das Rathausfoyer stand für historische und künstlerische Ausstellungen zur Verfügung. Viele erfolgreiche Veranstaltungen gab es, darunter Sommerfeste, Konzerte, Seniorentreffen, Adventsfeiern oder Flohmärkte. Sie dankte allen Ehrenamtlichen, die zum Gelingen dieser Veranstaltungen beigetragen hätten.

Ausblick: Themen des neuen Jahres werden etwa die Linien-Neukonzeption des Busverkehrs im Markgräflerland oder Regionalpläne mit Flächenpooling für Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik sein.

Holzmüller will bleiben

Dann wurde es auch persönlich. Holzmüller erwähnte die anstehende Bürgermeisterwahl in ihrem Heimatort Weingarten. Doch über eine Kandidatur – die Frage sei ihr mehrfach gestellt worden – wolle sie nicht einmal nachdenken: „Mit meiner Kandidatur als Bürgermeisterin habe ich mich 2022 für die Bürger von Efringen-Kirchen entschieden“, betonte sie. Die Bürger hier seien engagiert, sie hätten ein Herz für ihre Heimat. Weiter meinte sie: „Wer so verbunden mit der Heimat ist, möchte auch etwas bewegen. Und genau das möchte ich auch.“ Sie wolle genau hier in Efringen-Kirchen sein.

Bürgermeisterin Carolin Holzmüller will nicht in ihrem Heimatort als Bürgermeisterin kandidieren. Foto: Gudrun Gehr

Dass im vergangenen Jahr nicht alles gut lief, wisse sie selbst und brauche keine laute Kritik oder gar Anfeindungen. Sie schloss ihre Rede mit den Worten: „Ich möchte mit Ihnen mit dem Funken des Wandels und mit dem Mut, Neues zu probieren, ins neue Jahr starten.“

Der Gesangverein präsentierte weitere Stücke. Die Trachten- und Volkstanzgruppe Egringen hatte einen Imbiss vorbereitet und reichte Getränke beim gemütlichen Austausch. Über die Ehrungen berichten wir noch.