Achis Grillhaus Wiesental öffnet am Samstag im Tennisheim Hausen. Serviert werden serbische Spezialitäten – eine Seltenheit in der Region.
Nenad Marinkovic sitzt in der Gartenwirtschaft des Tennisheims in Hausen. Leicht nervös ist er, weil die Eröffnung am Samstag, 11. April, kurz bevor steht. Er erzählt im Gespräch mit unserer Redaktion vom letzten Stress vor der Eröffnung, Dingen, die noch erledigt werden müssen. Aber: Er bleibt zuversichtlich.
Es sei schon lange sein Traum gewesen, sein eigenes Lokal zu eröffnen und er möchte den Menschen im Wiesental gerne die Küche seiner Heimat Serbien näherbringen. Und so ist die Freude groß, dass er nun gemeinsam mit seiner Frau, seinem Sohn und seiner Schwiegertochter „Achis Grillhaus Wiesental“ in Hausen eröffnen kann. Ein richtiger Familienbetrieb also. Der Name kommt von seinem Enkel, der Achilles heißt.
Was in Serbien serviert wird – aber mit weniger Salz
Die Gulaschkanone, das sind Rindfleisch mit Kartoffeln und Gemüse stehen als traditionelles serbisches Essen ebenso auf der Speisekarte wie serbische Cevapcici, Berliner Currywürste und auch das Nationalgericht von Serbien: Pljeskavica. Das wiederum ist gemischtes Hackfleisch, mit Zwiebeln und Knoblauch gegrillt und im Fladenbrot serviert mit Beilage. Wenn Marinkovic erzählt, wird deutlich, dass man sich hier als Gast auf völlig neues kulinarisches Terrain begeben wird.
Serbisches Essen sei nicht scharf. „Wir verwenden in der Heimat mehr Salz“, erzählt er, sagt aber, dass man das in Deutschland nicht so kochen könne wie in Serbien, da dies der deutsche Gaumen eben nicht gewohnt sei. „Nachwürzen kann man ja immer“, sagt er. Für den Start möchte er die Speisekarte klein halten und nach und nach erweitern, etwa um Schwein und Lamm auf dem Spieß. Denn: „Aller Anfang ist schwer, aber danach läuft alles von alleine“, sagt Marinkovic.
Erfahrungen in verschiedenen Bereichen
Die Reinigungsfirma in Lörrach, die er mit seiner Familie betreibt, sei nicht mehr so erfolgreich. Seine Frau kümmert sich nun hauptsächlich darum. Er konzentriere sich auf seine Gastronomie. Erfahrung bringe er mit, er hatte lange einen Imbisswagen und mit seiner Firma, neben den Reinigungen auch Veranstaltungen für bis zu 700 Personen organisiert, erzählt er.
Freude auch bei den Tennisspielern
Nachdem der Vorgänger nach eineinhalb Jahren zum Herbst gegangen ist, ist der TC Grün-Weiss Hausen froh, dass es nun wieder weitergeht mit der Bewirtung. „Das war schon wichtig, dass wir zur Sommersaison wieder öffnen können“, sagt Jugendwart Patrick Hager. Der Verein hatte eine Anzeige geschaltet, mehrere Bewerbungen erhalten und sich schließlich für Marinkovic entschieden.
Natürlich hätte man auch überlegt, dass der Tennisclub das Vereinsheim selbst betreibt: „Aber wenn hier jahrzehntelang Gastronomie war, wäre das auch für Hausen ein Einschnitt.“ Denn als Verein wäre ein Betrieb in dem Ausmaß und so konstant gar nicht erst möglich.
Nur von Mitgliedern überlebt er nicht
Am Samstag, 18. April, eröffnete der Verein die Saison mit einem Schleifchenturnier, wo sich der neue Pächter den Mitgliedern vorstellen kann. Patrick Hager macht aber auch klar: „Wir als Verein werden den Betrieb unterstützen, aber nur von unseren Mitgliedern kann er nicht überleben.“ Auch wenn der Tennisclub mit 180 Mitgliedern – vor allem durch das Padel, das seit 2023 angeboten wird – sehr stabil geworden ist. Die insgesamt 100 Sitzplätze, drinnen und draußen, müssen auch von Gästen von außerhalb genutzt werden und auch Veranstaltungen von Firmen, Vereinen oder Privatfesten können hier gefeiert werden.
Insgesamt gebe es mit dem Tennisheim nur noch zwei Gastronomie-Betriebe in Hausen. Gerade auch deshalb erhoffe man sich hier großen Zulauf. „Am Samstag hoffe ich, dass mir die Bude eingerannt wird“, sagt Marinkovic zuversichtlich.
Achis Grillhaus Wiesental hat künftig täglich von 11 bis 23 Uhr geöffnet, warme Küche ist bis 21 Uhr.