Massive Staus beobachtet die CDU-Fraktion des Gemeinderats in Rottweil und fordert deshalb für die Lichtsignalanlagen an einigen Kreuzungen die Umstellung auf „Bedarfsampeln“.
Begründet wird der Antrag mit der Feststellung, dass es hier „teils massive Verkehrsbehinderungen und -staus“ gebe, wie die CDU-Fraktion in ihrer Pressemitteilung schreibt. Beispielhaft genannt werden die vier Kreuzungen Hausener Straße/Heerstraße, Schramberger Straße/Tannstraße, Königstraße/Eisenbahnstraße und Tuttlinger Straße/Hochmaurenstraße.
Angestrebt wird die Optimierung der Ampelsteuerung. Damit ließen sich der Verkehrsfluss verbessern und die Takte des Busverkehrs verlässlicher einhalten, meint die CDU-Fraktion. Sie sieht vor allem wegen der Schülerbeförderung Handlungsbedarf. Anlass seien Beschwerden von Eltern, dass Kinder morgens nicht rechtzeitig zum Unterricht kämen, weil die Schulbusse wegen der Rotphasen nicht in die Heerstraße einbiegen könnten.
Dabei wird ausdrücklich hervorgehoben, dass an dieser Stelle, wie auch an den anderen genannten Kreuzungen, vor der Installation der Rechtsabbieger-Ampeln der Bustakt deutlich verlässlicher gewesen sei.
Grünpfeilschild als weitere Variante
Die CDU-Stadtratsfraktion bringt eine weitere Variante ins Gespräch. Es soll geprüft werden, wo und wie sich durch Grünpfeilschilder der Verkehrsfluss verbessern ließe.
Der Hausener Ortsvorsteher und Stadtrat Hans-Peter Alf erläutert für die Antragsteller diese Anregung. Die in der DDR geltende Regelung sei in Folge der Wiedervereinigung in die Straßenverkehrsordnung übernommen worden, in Rottweil bisher aber kaum gebräuchlich.
Das Grünpfeilschild erlaube das Rechtsabbiegen bei einer roten Ampel, nachdem an der Haltelinie angehalten und sichergestellt worden sei, dass andere Verkehrsteilnehmer, insbesondere Fußgänger und Radfahrer nicht gefährdet würden.
„Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen würden sich die Rückstaus in den Hauptverkehrszeiten verringern, was zugleich eine deutliche Entlastung der Anwohner durch weniger Emissionen mit sich bringt. Ebenso würden Ausweichrouten durch Wohngebiete an Attraktivität verlieren.“ So begründet Hans-Peter Alf abschließend den Vorstoß der CDU-Stadtratsfraktion.